Prag an einem Wochenende zu Fuß entdecken: Tag 02

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Am zweiten Tag in der Kaiserstadt schlendere ich frühmorgens die Straße «Na příkopě» entlang. Beim Flanieren erinnert mich dieser Straßenzug an den Ring in der Wiener Innenstadt mit Gebäuden aus vergangenen Epochen.
Und was für ein Zufall: Die deutsche Übersetzung bedeutet «Am Graben». Wie in «Wien» ist es eine Mischung von Geschäften und architektonisch interessanten Gebäuden.

Hinweisschilder zu einigen der bedeutsamen Sehenswürdigkeiten in «Prag» {Reisetagebuch Prag}
in «Prag» ist alles sehr detailliert beschrieben: Hinweisschilder zu einigen der bedeutsamen Sehenswürdigkeiten {Reisetagebuch Prag}

Die Straße endet in der «Neustadt» am «Wenzelsplatz» («Václavské náměstí» – der Veranstaltungsort des früheren Pferdemarktes erstreckt sich über eine Länge von 700 Metern).

Architektur: kubistische Straßenlaterne mit zickzackförmig gewundenen Konturen - von Emíl Králíček {Reisetagebuch Prag}
Architektur: kubistische Straßenlaterne mit zickzackförmig gewundenen Konturen – von Emíl Králíček {Reisetagebuch Prag}

In einer Nebenstraße finde ich die (angeblich weltweit einzige) kubistische Straßenlaterne von Emíl Králíček − wurde im Jahre 1912 errichtet.

Du kennst mich ja *grins* − ich verbinde Sightseeing mit dem #madospirit. Daher geht es (natürlich zu Fuß) weiter zur größten Grünfläche «Prags». Zum

Petřín (Laurenziberg)

Zwischen Apfel- und Zwetschkenbäumen marschiere ich den Berg hinauf. Die vielen Vierbeiner, welche an mir vorbeilaufen, haben es sicher leichter. Immer wieder sehe ich Personen, die an der frischen Luft Yoga praktizieren. Eine steinerne Treppe führt mich schlussendlich auf die Spitze des 327 Meter hohen «Laurenziberg».
Dort steht ein kleiner «Eiffelturm» *lach* (im Verhältnis 1:5 zum Original; die Gesamthöhe beträgt 63,5 Meter):

Aussichtsturm («Petřínská Rozhlenda»)

299 Stufen später, bin ich auf der oberen Plattform (in 51 Metern Höhe) angekommen − es wartet ein phänomenaler Ausblick über ganz «Prag» auf mich.

«Prag» aus der Vogelperspektive - vom Aussichtsturm am «Petřín-Hügel» | schwarz-weiß Fotografie {Reisetagebuch Prag}
«Prag» aus der Vogelperspektive – vom Aussichtsturm am «Petřín-Hügel» {Reisetagebuch Prag}

Was ich sehr erstaunlich finde, ist, es gibt zwei Holzwendeltreppen. D.h. Du kannst ohne Sorgen auf Gegenverkehr hinauf (bzw. hinunter) gehen.
Die Geschichte der Errichtung spricht mich an: 1889 besuchten Mitglieder eines Klubs «Paris». Ihnen gefiel der Eiffelturm dort so gut, dass sie ihn in ihrer Heimat «Prag» nachbauen wollten. Und so wurde am 20. Aug. 1891 der Aussichtsturm eröffnet.

Kreuzwegstation am «Petřin-Hügel» {Reisetagebuch Prag}
Kreuzwegstation am «Petřin-Hügel» {Reisetagebuch Prag}

Durch den «Park am Aussichtsturm», auf welchem sich auch vierzehn Kreuzwegstationen befinden, wandere ich wieder hinunter.

Bootstour

Über die «Karlsbrücke» schiebe ich mich zwischen Menschenmassen vorbei Richtung «Altstädter Brückenturm» («Staroměstská mostecká věž»). Denn von einer Einstiegstelle direkt unter der «Karlsbrücke» fahren die Boote des Unternehmens «Prague Venice» ab. Sind wesentlich kleinere Boote, als die Schiffe der anderen Touranbieter. Die Ticketverkäufer erkennst Du gleich: Alle Mitarbeiter/innen dieses Unternehmens haben eine typische Matrosenuniform an.

Mir gefällt es ausgesprochen gut, gemütlich auf der «Moldau» herum geschippert zu werden. Unter den Bögen der «Karlsbrücke» durch, den «Čertovka-Kanal» („Teufelsbach“) mit dem großen Mühlrad der ehemaligen Grossprior-Mühle, entlang. Ähnlich wie in «Venedig» sind die Häuser direkt am Wasser gebaut. Darum wird der Kanal auch als „Klein-Venedig“ bezeichnet.

Wassertunnel bei der «Karlsbrücke» - «Karlův most» | schwarz-weiß-Fotografie {Reisetagebuch Prag}
Wassertunnel bei der «Karlsbrücke» – «Karlův most» {Reisetagebuch Prag}

Rückfahrt nach Wien

So, jetzt konnte ich mich genug entspannen, dann kann ich über diverse Kopfsteinpflaster (welches fast auf jeder Straße in «Prag» verlegt ist) zum Busbahnhof stolpern *zwinker*.

über das Prager Kopfsteinpflaster stolpern … {Reisetagebuch Prag}
über das Prager Kopfsteinpflaster stolpern … {Reisetagebuch Prag}

Bei der Rückfahrt hat der FlixBus® nur eine minimale Verspätung von 10 Minuten. Dieses Mal kann ich im Oberdeck eines Doppeldeckerbusses Platz nehmen.

Prag: Hilfreiches kompakt

Kosten für Erwachsene: CZK 150,00 (Umrechnung Stand 19.08.2018: EUR 5,82)

Zusätzliche Kosten für den Aufzug: CZK 60,00 (Umrechnung Stand 19.08.2018: EUR 2,33)

Es gilt die Devise „nur Bares ist Wahres“ − sollte Dir das Bargeld ausgegangen sein, es gibt einen Bankomaten.

Bootstour mit dem Unternehmen «Prague Venice»

Für Dein Ticket (Kosten CZK 340,00 (Umrechnung Stand 19.08.2018: EUR 13,20)) bekommst Du

  • Bootstour 
  • ein Getränk (Wasser, Limonade oder Bier − leider in einem Einmal-Plastikbecher)
  • einen Snack (Eis oder Lebkuchen − keine vegane Alternative/n)
  • freien Eintritt in das «Karlsbrücke-Museum»
  • Audioführung (auch in deutscher Sprache) zur «Moldau», «Prager Burg» und etlichen weiteren Gebäuden
  • ergänzende Informationen des Kapitäns (in englischer Sprache) − zeigt immer wieder Fotos von alten Prager Ansichten 
  • 45 Minuten Unterhaltung auf einem kleinen "alten" Schiff in Holzoptik mit Hebefenstern

Möchtest Du auch am zweiten Tag meinen Weg nachgehen?

Mit Klick auf das Symbol links neben den Kartennamen kannst Du Dir die Kartenlegende mit den einzelnen Sehenswürdigkeiten/Orten anzeigen lassen.

Da mich «Prag» bei diesem Kurzbesuch so begeistert hat, plane ich wieder zu kommen.
Vielleicht zur Weihnachtszeit?
Kannst Du mir einen Christkindlmarkt in «Prag» empfehlen?

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