Weitere Tipps, wie Umweltschutz im Alltag mit minimalen Mitteln umgesetzt werden kann

In den letzten Jahren ist mein Bewusstsein für „weniger Müll produzieren“ und „Müll vermeiden“ gewachsen und ich versuche Umweltschutz und Nachhaltigkeit auszuüben.
Bereits hier habe ich mir zu diesem Thema Gedanken gemacht. Nachfolgend einige weitere Überlegungen, wie Umweltschutz im Alltag mit Kreativität umgesetzt werden kann – ohne erst das halbe Leben umzuorganisieren.
Ich denke, nur wenn Handlungen in den Alltag integriert werden können, ist eine Umsetzung für viele möglich und wir alle können (auch im Kleinen) einiges verändern.
Natürlich sind manchmal Anpassungen erforderlich, allerdings kann vieles ohne extreme Einschränkungen realisiert werden.

Mikrofasertücher zum Abschminken

Bei der Verwendung von Mikrofasertüchern zum Abschminken ist beispielsweise keine große Umstellung notwendig.
Das Make-up lässt sich ohne Probleme entfernen – für mein Augen-Make-up verwende ich einen Make-up-Entferner; das restliche Gesichts-Make-up lässt sich auch nur mit Wasser entfernen.
Für mich ist die Gesichtsreinigung mit einem Mikrofasertuch perfekt. Spare mir (und der Umwelt) somit pro Tag mind. zwei Wattepads (14 Stück in der Woche – über 700 Stück im Jahr!).

 

Verwendung von Stoff-Taschentücher

Von meiner Großmutter habe ich etliche Taschentücher aus Stoff bekommen. Einerseits stichst Du hervor, wenn Du Dein eigenes Taschentuch hast – vielleicht sogar mit Monogramm *grins* und andererseits tust Du etwas Gutes für die Umwelt.
Und wieder ein Einmalprodukt weniger.

wiederverwendbare Obstsackerl

Wie ich in dem Artikel bereits bemängelte, gibt es (zurzeit) in den Lebensmittelläden nur Obst- und Gemüsesackerl aus Plastik. Damit ich für meinen Teil diesen Plastikmüllberg ein wenig verringere, habe ich mich dazu entschlossen, wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel zu kaufen.
Bei der Kasse werde ich noch etwas verwirrt angesehen – meistens erhalte ich Kommentare (…) habe ich noch nie gesehen (…) oder (…) haben die was gekostet (…).

Ja, die Beutel haben etwas gekostet. Aber ich benötige nun keine Sackerl aus Plastik mehr *freu*. Und durch diese Einmalinvestition hat sich mein Plastikbeutelkonsum drastisch verringert. Das Obstsackerl habe ich nur benötigt, um das gekaufte Obst vom Laden nach Hause zu tragen – aber es verrottet erst nach Jahren. Einkaufstaschen aus Plastik habe ich schon ewig nicht mehr und nun kommen auch noch wiederverwendbare Obstbeutel dazu.

Bei Bedarf können die Beutel bei 30°C gewaschen werden.

Zahnbürste aus Bambus

Bei manchen Produkten wechselte ich auf eine plastikfreie Variante.
Als Beispiel: Vor einigen Wochen musste meine Zahnbürste wieder gewechselt werden. Bevor ich eine komplett aus Plastik (Griff aus Plastik und mit Kunststoffborsten) kaufte, schaffte ich mir eine Bürste aus Bambus an.

Und mit diesem kleinem Schritt ist mein Plastikverbrauch wieder gesunken.

Änderung Konsumverhalten

Mitglied in der Bibliothek

Letztens habe ich meine hauseigene Bibliothek aufgeräumt. Bis vor einigen Jahren noch, habe ich sehr viele Bücher gekauft. Lesen ist zwar nach wie vor eines meiner Hobbys – kaufe aber fast keine Bücher mehr, sondern bin Mitglied bei den »Büchereien Wien«.

Einen Teil meiner Büchersammlung konnte ich verkaufen; einen Teil habe ich in einen der offenen Bücherschränke, welche es in einigen Wiener Bezirken gibt, gebracht. Wieder ein Umweltschutz- (und Minimalismus-Gedanke) – jemand anderer muss sich keine Bücher kaufen und bei mir hat sich die Büchersammlung auf unverzichtbare Fachbücher reduziert.

Bekleidung

Umweltschutz hat viel mit weniger Anschaffen zu tun. Erst wenn mir etwas nicht mehr passt oder nach langem Tragen bereits sehr ausgeleiert ist, wird es entweder zweckentfremdet (Putzlappen) oder wenn es noch neuwertig ist, auf Willhaben® verkauft.
Und, erst wenn ein Teil aus meinem Kleiderkasten „ausgezogen“ ist, schaffe ich mir ein neues Teil an. Im vorhinein überlege ich nun aber, benötige ich überhaupt ein neues? Durch diesen Ausgleich habe ich nie zuviel an Gewand.

Einkauf im Supermarkt

Auf den Markt (in meinem Wohnbezirk gibt es nur einen Markt) zu fahren, schaffe ich am Wochenende nicht immer. Daher kaufe ich meine Lebensmittel meistens in einem Supermarkt ein.
Im Supermarkt mit eigener Backabteilung (also nicht nur eine Backstation) gibt es fast immer bereits geschnittenes Brot in Plastikverpackung zum sofort Mitnehmen. Ich ersuche den/die Mitarbeiter/in, mir das Brot in Papier zu verpacken. Das Brot wird in der Schneidmaschine frisch geschnitten und dann in Papier verpackt. Und wieder eine Plastikverpackung weniger.

Selbst mitgebrachten Behältnisse werden (noch nicht) gerne gesehen – wegen der Hygiene-Vorschriften. Kommt Zeit, dann darf ich auch meine Box befüllen lassen.

der etwas andere Tipp

Auf meinem anderen Blog «Marias Kunterbuntes» habe ich eine Bilderanleitung erstellt, wie Du eine Tüte aus Zeitungspapier oder einem alten Stadtplan anfertigst. Damit ist wieder ein Müllsack aus Plastik eingespart – ich verwende die Papiertüte als Müllsackerl für den Kosmetikeimer.

Ein kleiner Schritt da, eine Umstellung dort und schon schonen wir gemeinsam die Umwelt.
Welche einfach umzusetzende Maßnahmen kennst Du?


offene Bücherschränke gibt es im

7-ten (Ecke Zieglergasse/Westbahnstraße), 9-ten (Zimmermannplatz) und 16-ten (Grundsteingasse Ecke Brunnengasse) Wiener Bezirk.

Produkte, die ich verwende

Mikrofasertücher zum Abschminken: http://amzn.to/2wHLVvL
wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel: http://amzn.to/2wHFed6
Zahnbürste aus Bambus: http://amzn.to/2vOOqjH

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