Madeira autofrei entdecken – Teil 1: Wanderungen rund um Caniçal – São Lourenço, Machico & Maroços

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Üppig begrünte Berglandschaft auf Madeira. Die Hänge sind terrassiert, vermutlich für den Anbau, und einzelne Häuser sind über die Hänge verteilt zu sehen. Im Vordergrund führt eine Felsformation mit Bäumen das Auge in die Tiefe, während sich weiter hinten die Hänge im Licht der Vormittagssonne verlieren. Am unteren Bildrand steht der Titel des Blogs: "MADEIRA mit Bus & Wanderschuh", farblich hervorgehoben in Grün und Rot. In der linken unteren Ecke findet sich der Hinweis auf den Blog „mado-unterwegs.com – Reise-Minimalismus-Lifestyle-Blog“.

Madeira bedeutet für mich: wandern, staunen und genießen.
Deshalb findest du hier meine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse. Und unter „Hilfreiches kompakt“ meine besten Tipps für alles, was du für deinen eigenen Madeira-Trip wissen solltest. 🥾🌿

Während viele Madeira-Reisende die Insel mit dem Mietwagen erkunden, wechselte ich die Perspektive – und entschied mich für die langsame, nachhaltige Variante: mit dem Rucksack, den öffentlichen Verkehrsmitteln und viel Zeit für die kleinen Entdeckungen am Wegesrand. Was ist mit den Strecken, wo keine Busse fahren? Da half mir auch mal ein Taxi oder Bolt.

Damit du besser einschätzen kannst, wie gut (oder gemütlich) das klappt, habe ich dir auch meine Buszeiten mitgestoppt – inklusive Wartepausen, Umstiege und Ankunftszeiten. Vielleicht hilft’s dir bei der eigenen Planung.

Anreise: Noch nicht gewandert, aber schon viel erlebt

12:00 Uhr, Wien-Stammersdorf. Ich drehe den Schlüssel zweimal um und ziehe die Tür hinter mir zu – der Rucksack sitzt, der zweite hängt am Arm. Alles dabei? Passt. Los geht’s Richtung Flughafen.

Der Zug hat Verspätung – nicht dramatisch, nur zehn Minuten –, aber das reicht, um meine Route leicht anzupassen. Ich steige also am Praterstern aus und gönne mir dort entspannt einen Iced Coffee mit Hafermilch.

Dank Wizz Priority bleibt der Rucksack bei mir – kein Tetris-Spiel mit dem Größenkäfig nötig. Durch die Sicherheitskontrolle bin ich in fünf Minuten. Keine Beanstandung meiner Pulvervorräte (Magnesium, Eisen, Kollagen) – Glück gehabt.

Auch die Crew fällt positiv auf: professionell, freundlich und konsequent. Jeder Gurt wird kontrolliert. Klingt selbstverständlich – ist es aber nicht immer.

Der Flug verläuft ruhig. Wir tauchen durch eine dicke Wolkenschicht – dann erscheint Madeira. Landung in Santa Cruz mit einer Stunde Zeitverschiebung zurück.

19.00 Uhr, Ankunftshalle Santa Cruz. Nun heißt es: Geduld oder Bolt? Der nächste Bus nach Caniçal fährt erst in 90 Minuten, also gönne ich mir die 15-minütige Bolt‑Fahrt.

Ich werde zwar nicht ganz bei der Unterkunft abgesetzt, aber fast. Und gegenüber hat die Bäckerei noch offen. Ein riesiges dunkles Weckerl mit Butter um 80 Cent. Kein Vergleich zu den Preisen daheim.

Meine Unterkunft ist dank der Beschreibung des Airbnb-Hosts gut zu finden – auch wenn sich die Haustür erst beim dritten Versuch überreden lässt, sich zu öffnen. Madeira, ich bin da.

Caniçal selbst ist ein ehemaliges Walfängerdorf und heute vor allem für das moderne Walmuseum bekannt, in dem du Original‑Boote und eine lebensgroße Pottwal‑Replik bewundern kannst – perfekt für einen Schlechtwettervormittag. 

Machico und Pico do Facho mal anders: Wanderpfad trifft Seifenkisten

Die erste Nacht war eher ein Hineinwälzen ins Abenteuer. Das Kissen zu hoch, zu prall. Ich rolle mir kurzerhand meine Fleecejacke zusammen und schlafe irgendwie ein. Erst am nächsten Morgen entdecke ich im Wandschrank zwei flachere Polster – na bitte, geht doch.

08:30 Uhr, Caniçal. Ich verlasse mein Zimmer und mache mich auf zur Bushaltestelle. Gestern suchte ich via Rom2Rio die Bushaltestelle – scheint die Hauptbushaltestelle zu sein, wie ich die nächsten Tage noch lerne.

90 Minuten dauert die Fahrt nach Funchal. Rauf und runter. Um etliche Kurven. Durch bezaubernde Orte. Atemberaubende Blicke in grüne Täler. Genau deshalb liebe ich Slow Travelling – du siehst so viel mehr.

In Funchal laufe keuche ich schnurstracks den Hügel hinauf zum Decathlon. Zwei Wanderstöcke flitzen mit mir wieder hinunter. Dort wartet der nächste Bus: Linie 78, nach Machico. Der Fahrer ist der gleiche wie am Vormittag. Er nickt nur kurz.

14:15 Uhr, Machico. Start der ersten Wanderung – auf den Pico do Facho (280 m)

↔ 5,2 km ↗ 330 hm ↘ 330 hm.

Weg: Anfangs steiler, schmaler Trampelpfad über Steine und Erde. Ziegen meckern irgendwo neben dem Pfad. Immer wieder bleibe ich stehen – nicht nur, um Luft zu holen, sondern auch, weil die Aussicht in allen Richtungen spektakulär ist.
Nach dem Berggipfel gemütliches Bergabrollen Richtung Küste.

Ausrüstung: Wanderstöcke lohnen sich – beim ersten Einsatz verhake ich mich zwar zweimal, aber meine Knie danken es mir bergab. 

Kurz vor dem Gipfel – Überraschung: Ein Seifenkistenrennen. Ein- bis zweimal im Jahr veranstaltet ein lokaler Club das Rennen über die kurvige Straße hinunter nach Machico – und ich stehe zufällig mittendrin. Timing‑Glück pur.

Kreative Seifenkisten beim Seifenkisten-Rennen am Pico do Facho auf Madeira. Die Fahrzeuge sind handgefertigt und bestehen aus Holz, teils mit humorvollen Details. Jedes Gefährt ist ein Unikat. Dreiteiliger Raster: oben zwei Bilder und unten ein Bild. Links oben ist ein Modell zu sehen, das wie ein großer Weidenkorb gestaltet ist und mit Blumen geschmückt wurde. Rechts daneben steht ein blau lackiertes Fahrzeug mit der Aufschrift „CLIMERMADEIRA“. Unten im Bild rückt eine minimalistische dunkle Holzkonstruktion in den Fokus, auf deren Fahrersitz ein Motorradhelm liegt. Am unteren Bildrand steht der Titel des Blogs: "MADEIRA mit Bus & Wanderschuh", farblich hervorgehoben in Grün und Rot. In der linken unteren Ecke findet sich der Hinweis auf den Blog „[mado-unterwegs.com](http://mado-unterwegs.com/) – Reise-Minimalismus-Lifestyle-Blog“.

Nachdem ich etliche Fahrer*innen der Seifenkisten anfeuerte, mache ich mich um 16:25 Uhr auf den zweiten Teil der Wanderung – den Abstieg.

18:00 Uhr, Caniçal. Ankunft. Abendessen? Leider finde ich nur geschlossene Küchen und fischlastige Speisekarten. Also: Butterbrot, die Zweite.

Pfeil

In all meine Beiträge stecke ich enorme Zeit, Gedanken, Liebe und Ressourcen. Du hast hier wertvolle Anregungen gefunden?

Dann überlege bitte, ob du meine Arbeit unterstützt. Mit einer Tasse Kaffee tippe ich umso schneller lach. Und wenn du bereits gespendet hast, dann danke ich dir von ganzem Herzen. 

Ponta de São Lourenço: Zwischen dramatischen Klippen, Metallseilen und dem Gipfel Furado

08:14 Uhr, Caniçal. Ich verlasse das Haus. Es gibt eine unscheinbare Bushaltestelle direkt gegenüber meiner Unterkunft. Kein Schild. Kein Fahrplan. Einfach vor dem Supermarkt hinstellen und warten. Madeira eben.

Nach 30 Minuten fährt der Bus los Richtung Baía d’Abra.

09:05 Uhr, Baia d’Abra. Die Wanderung an einem der östlichsten Punkte der Insel beginnt – Ponta de São Lourenço.

  • Gut ausgebauter Natursteinpfad auf dem Wanderweg Ponta de São Lourenço. Der Weg schlängelt sich durch eine hügelige Landschaft mit grünem Gras und vereinzelten Sträuchern. Links ist ein Seilgeländer zur Sicherung angebracht. Im Hintergrund ziehen sich der Wanderweg durch die karge Landschaft bis zu einem markanten dunklen Felsmassiv. Die Sonne scheint durch leichte Wolken und beleuchtet die weite, offene Landschaft. Am unteren Bildrand steht der Titel des Blogs: "MADEIRA mit Bus & Wanderschuh", farblich hervorgehoben in Grün und Rot. In der linken unteren Ecke findet sich der Hinweis auf den Blog „[mado-unterwegs.com](http://mado-unterwegs.com/) – Reise-Minimalismus-Lifestyle-Blog“.
  • Beeindruckende Steilküste der Halbinsel Ponta de São Lourenço. Die rötlich-braunen Klippen fallen steil ins tiefblaue Meer ab. Im Wasser ragen mehrere markante Felstürme empor, teils schroff, teils bewachsen. Die Gischt der Atlantikwellen umspielt die Felsen, während der Himmel mit einem Mix aus Sonne und Wolken darüber liegt. Die Szenerie wirkt wild und unberührt. Am unteren Bildrand steht der Titel des Blogs: "MADEIRA mit Bus & Wanderschuh", farblich hervorgehoben in Grün und Rot. In der linken unteren Ecke findet sich der Hinweis auf den Blog „[mado-unterwegs.com](http://mado-unterwegs.com/) – Reise-Minimalismus-Lifestyle-Blog“.
  • Ein weiter Blick über die Halbinsel Ponta de São Lourenço im Osten Madeiras. Die Landschaft ist geprägt von braun-rötlichen Felsen und trockener Vegetation. Im Vordergrund sind Disteln mit gelben Blüten zu erkennen, während sich im Hintergrund die dramatische Steilküste bis ins blaue Meer zieht. Am Horizont zeichnen sich die Umrisse der Nordküste Madeiras ab, unter einem Himmel mit lockerer Bewölkung. Am unteren Bildrand steht der Titel des Blogs: "MADEIRA mit Bus & Wanderschuh", farblich hervorgehoben in Grün und Rot. In der linken unteren Ecke findet sich der Hinweis auf den Blog „[mado-unterwegs.com](http://mado-unterwegs.com/) – Reise-Minimalismus-Lifestyle-Blog“.

Nach gut 90 Minuten erreiche ich das Café Casa do Sardinha. Hier gibt’s neben Kaffee und kleinen Speisen auch ein überteuertes WC (EUR 1,00).

Der PR 8 – Vereda da Ponta de São Lourenço ist ein Muss auf Madeira.
↔ 7,7 km ↗ 430 hm ↘ 430 hm.

Weg: Schattenlose Wanderung mit herrlichen Aussichten. Anfangs sind es viele Stufen aus Naturstein, später wird der Weg schmaler und ich muss mich an mehreren Personen vorbeiquetschen. An ausgesetzten Stellen ist der Weg mit Drahtseilen gesichert.
Der Aufstieg zum Morro do Furado ist kein Spaziergang mehr: Rutschiger Steinsand. Schmale Stufen, die sich über eine Erneuerung freuen. Wenig Sicherung.

Ausrüstung: Wanderstöcke lohnen sich besonders beim letzten Stück zum Morro do Furado.
Pro-Tipp: Nimm dir dicke Handschuhe mit. Denn das Drahtseil hängt bei der letzten Etappe stellenweise nur noch lose an den Metallstangen und franst aus. Ist aber dennoch hilfreich beim Abstieg. Allerdings berichten mehrere Wanderbegeisterte von Metallsplittern, die sich in ihre Hände bohrten.

Eintritt für das Naturschutzgebiet: EUR 3,00 (wird selten kontrolliert, zahle trotzdem – die Inselpflege dankt es dir). 

Danach wartet das steilste Stück: rutschiger Steinsand, durchhängende Drahtseile. Ich brauche fast 40 Minuten zum Gipfel Morro do Furado – aber dann bin ich oben. Geschafft. Ich strahle wie die Sonne.

Der Rückweg geht schneller – schon eine halbe Stunde später bin ich wieder beim Café. Und während mir Menschenmassen entgegenkommen, bin ich einfach nur froh, so früh gestartet zu sein.

Der Bus um 13:55 Uhr zurück nach Caniçal kommt pünktlich. Entlang der Straße reiht sich Auto an Auto – sie stehen nicht im Stau, sondern parken bis hinauf zum Resort Dreams Madeira. Ein Blick durch die Busscheibe genügt: Ich habe definitiv die bessere Wahl getroffen.

Digitale Ordnung · Freiräume zum Atmen
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Santa Cruz und Maroços: Von Festivalblüten zu grünen Pfaden

Der Tag beginnt gemütlich. Frühstück im Bett: Müsli mit Hafermilch (gestern im Supermarkt um nur EUR 1,30 gekauft), dazu ein Kapselkaffee – die vier Stück für meinen Aufenthalt hat der Host gleich bereitgestellt.

So lässt es sich arbeiten: Ich schließe noch meinen Newsletter fürs Business ab, schicke ihn raus – und entscheide spontan, den Tag zwei zuteilen: zuerst Stadtbummel, dann Levada.

08:10 Uhr, Caniçal. Der Bus Richtung Santa Cruz lässt nicht lange auf sich warten. In Machico heißt es kurz umsteigen, aber schon wenig später spaziere ich durch die Gassen von Santa Cruz.

Obwohl das Festival Santa Cruz em Flor offiziell vorbei ist, schmücken noch überall Blumenarrangements den Ort – kleine Altäre, Bögen, bunte Blütenbilder auf dem Pflaster. Selbst die Oldtimer-Dekorationen sind noch da. Die Stadt ist in Blüte, auch ohne Programm.

Ich gönne mir einen Käsetoast am Praia das Palmeiras. Die Portion ist riesig, eigentlich sind es zwei Toasts, dazu Chips.

Danach geht’s weiter zur Bushaltestelle – der zweite Teil des Tages wartet.

Kunstvoll gestaltete Schmetterlingsskulptur aus unzähligen echten Blumen beim Festival „Santa Cruz in voller Blüte“ auf Madeira. Die Flügel sind symmetrisch aus Blumen in Rosa-, Blau-, Gelb-, Weiß- und Grüntönen arrangiert. Der Körper des Schmetterlings ist mit grünem Moos oder Gras verkleidet. Die Skulptur steht im Freien auf einer Rasenfläche, am unteren Rand blühen zusätzlich rote Blumen. Im Hintergrund sind Dächer und weiße Häuserfassaden zu erkennen. Das Arrangement ist Teil eines Frühlingsfests, das den Ort in ein buntes Blütenmeer verwandelt. Am unteren Bildrand steht der Titel des Blogs: "MADEIRA mit Bus & Wanderschuh", farblich hervorgehoben in Grün und Rot. In der linken unteren Ecke findet sich der Hinweis auf den Blog „[mado-unterwegs.com](http://mado-unterwegs.com/) – Reise-Minimalismus-Lifestyle-Blog“.
Santa Cruz in voller Blüte – dieser Schmetterling fliegt nicht, aber bringt Herzen zum Tanzen.

11:55 Uhr, Ausgangspunkt Levada dos Maroços. Nach einer knappen halben Stunde Busfahrt. Es ist ruhig, richtig ruhig. Der Weg führt eben den Berghang entlang, mal schmal, mal breiter. Abwechselnd Schotter, Asphalt, Naturpfad. Links das Levada-Wasser, rechts das Tal – und weit und breit kein Mensch.

Nur drei Wander*innen kreuzen kurz meinen Weg, der auch Levada das Mimosas genannt wird. Kein Vergleich zur Menschenkarawane auf São Lourenço.

Ich sehe ältere Menschen, die in ihren Gärten werkeln, manchmal höre ich Vogelstimmen, manchmal nur Wind in den Bananenstauden.

Wenn du einmal in völliger Ruhe das typische Insel-Landleben beobachten möchtest, bist du hier richtig.

Hier beginnt das stille Abenteuer entlang der Levada do Caniçal – ohne Mietwagen erreicht …

Mehrere Wanderwegschilder an einer Weggabelung im Grünen. Ein schwarzes Schild mit weißer Aufschrift weist den offiziellen Weg zur „Vereda da Levada do Caniçal“. Darunter zeigen zwei hölzerne Pfeile den Wanderweg nach „Levada Nova“ und nach „Caniçal“, jeweils mit kleinen Piktogrammen von wandernden Personen. Die Schilder sind von dichter Vegetation, weißen Blüten, Farnen und kleinen Sträuchern umgeben. Im Hintergrund sind Natursteine und ein Nadelbaum zu erkennen – eine typisch üppige Szene für den Beginn einer Levada-Wanderung auf Madeira. Am unteren Bildrand steht der Titel des Blogs: "MADEIRA mit Bus & Wanderschuh", farblich hervorgehoben in Grün und Rot. In der linken unteren Ecke findet sich der Hinweis auf den Blog „[mado-unterwegs.com](http://mado-unterwegs.com/) – Reise-Minimalismus-Lifestyle-Blog“.
Eingang eines schmalen Tunnels entlang der Levada do Caniçal, einer der traditionellen Wasserkanäle auf Madeira. Links im Bild fließt das Wasser in einem offenen, gemauerten Kanal, daneben verläuft ein schmaler Pfad aus rotem Erdreich. Der Tunnel ist in den Fels geschlagen, die Decke rundlich gewölbt. Der Ausgang auf der anderen Seite des Tunnels ist als heller Lichtpunkt sichtbar. Moos, Farne und andere Pflanzen säumen den Eingang und unterstreichen die feuchte, grüne Umgebung dieser Wanderung zwischen Maroços und Paraíso. Am unteren Bildrand steht der Titel des Blogs: "MADEIRA mit Bus & Wanderschuh", farblich hervorgehoben in Grün und Rot. In der linken unteren Ecke findet sich der Hinweis auf den Blog „[mado-unterwegs.com](http://mado-unterwegs.com/) – Reise-Minimalismus-Lifestyle-Blog“.

↔ 11,9 km am Bewässerungskanal entlang ↗ 10 hm ↘ 10 hm.

Weg: Einfach, aber trotzdem eindrucksvoll. Immer wieder öffnet sich der Blick ins Tal, auf Terrassenfelder mit Bananenstauden, rote Ziegeldächer und sattes Grün.

Ausrüstung: Die Stöcke bleiben am Rucksack. Schmale Abschnitte erfordern jedoch Schwindelfreiheit.

Einkehr: Snack‑Bar O Jacaré liegt günstig für eine Espresso‑Pause (und WC‑Stopp).

Nach gut drei Stunden bin ich zurück an der Straße – wieder an einer Bushaltestelle ohne Schild, aber hier weiß ich schon: Wenn du winkst, hält der Bus. Und so endet dieser Tag – still, überraschend leer, mit viel Raum zum Schauen und Durchatmen.

Mein Madeira-Start: entspannt, entschleunigt, autofrei

Vier Tage unterwegs, drei Wanderungen – jede ganz anders, aber alle gut erreichbar mit dem Bus. Manchmal braucht’s ohne Mietauto etwas Geduld, manchmal hilft ein fragender Blick zur richtigen Person an der Bushaltestelle.

Und manchmal überrascht dich Madeira einfach mit einer Levada fast für dich allein oder einem Rennen mitten am Gipfel.

Bis bald auf dem Levada‑Pfad.

Hilfreiches kompakt

Bevor wir loslegen, sei dir bewusst, dass meine Eindrücke und Bewertungen subjektiv sind.

Jede*r hat andere Prioritäten und Bedürfnisse auf einer Reise. Was für mich perfekt war, könnte für dich anders sein – Erlebnisse sind so individuell wie die Vorliebe für Ananas auf Pizza. Lass dich von meinen Erfahrungen inspirieren und finde heraus, was für dich am besten passt.

SAL Beach Apartments Caniçal

Hier ein kurzer Überblick über die verschiedenen Kategorien, die ich für die Unterkunft zusammenstellte:

  • Adresse / Kontaktinformation: Name, Webadresse, Telefonnummer, Check-in- und Check-out-Zeiten
  • Unterkunft / Zimmer: Unterkunftsart, Zimmer- oder Betttyp, Ausstattung, Bettausstattung
  • Lage / Umgebung: Anbindung, Nachbarschaft, Umgebung, Sicherheit
  • Atmosphäre / Raumgefühl: Größe, Stil, Stimmung, Lautstärke
  • Buchung / Kosten: Plattform, Preis, enthaltene Leistungen
  • Service: Zeiten, Kommunikation, Rezeption, Freundlichkeit
  • Sauberkeit: Zimmer, Bad, Gemeinschaftsbereiche
  • WLAN / Technik: WLAN-Stabilität, Steckdosen, Licht, Lüftung, ggf. Heizung/Klima
  • Frühstück / Verpflegung: Qualität, Auswahl, weitere Speiseangebote, vegane Optionen
  • Nachhaltigkeit: Mülltrennung, Energie, regionale Produkte, freiwillige Handtuchnutzung
  • Lieblingsdetail: Persönliches Highlight
  • Negativ: Kritikpunkte
  • Gesamtbewertung: Fazit, Weiterempfehlung (ja/nein). Also meine subjektive Bewertung der Unterkunft auf einer Skala von 1 bis 4, wobei 4 die höchste Bewertung ist.

 

Kategorie Anmerkungen
Adresse / Kontaktinformation Rua da Igreja Nova 2, 9200-032 Machico / Airbnb
Unterkunft / Zimmer

Das Doppelzimmer ist durchdacht ausgestattet: ein Doppelbett, ein großer Spiegel, ein Holz-Schreibtisch mit Sessel sowie ein leiser Mini-Kühlschrank unter dem Tisch. Ein Einbaukasten mit Schiebetüren und Kleiderbügel ist ebenfalls vorhanden.

Lage / Umgebung in Caniçal / an einer Seitenstraße – etwas Straßenlärm ist zu hören / eine Bushaltestelle mit Verbindungen nach Funchal und Baía d’Abra befindet sich gleich um die Ecke, direkt beim Kirchenplatz, neben der Pastelaria
Atmosphäre / Raumgefühl Der Balkon lädt zum Entspannen ein – mit zwei Sesseln, einem kleinen Tisch. Sowie einer praktischen Wäscheleine samt Kluppen.
Buchung / Kosten über Airbnb / vier Nächte: EUR 352,57 (Bett und Airbnb Servicegebühr)
Service Goodie: Kapselkaffeemaschine mit vier Kapseln / Wasserkocher; etliche Teesorten / Servietten / 1,5 Liter Wasserflasche im Kühlschrank
Sauberkeit das Zimmer war sehr sauber – deutlich über dem Durchschnitt
WLAN / Technik mittlere Signalstärke – Passwort wird über Airbnb-Messenger übermittelt / über dem Bett eine Klimaanlage
Frühstück / Verpflegung wird nicht angeboten / in der gegenüberliegenden Pastelaria gibt’s Kaffee und Snacks / Über den Kirchenplatz, gleich neben der nicht gekennzeichneten Bushaltestelle, liegt ein kleiner Supermarkt.
Nachhaltigkeit keine sichtbaren Hinweise auf nachhaltige Maßnahmen – etwa zur Mülltrennung oder Wasser-/Energieeinsparung
Lieblingsdetail

Besonders positiv aufgefallen ist mir die Kommunikation mit Pedro: Er erkundigte sich mehrmals, ob alles in Ordnung sei, bot an, die Handtücher zu wechseln oder den Müll zu entleeren – und ermöglichte mir sogar einen späteren Check-out, als meine nächste Unterkunft kurzfristig abgesagt wurde.

Negativ Mir ist nichts wirklich Negatives aufgefallen – kleinere Geräusche von der Straße waren kaum störend.
Gesamtbewertung 3,75

Wanderungen

von Machico über den Pico do Facho nach Caniçal

↔ 5,2 km ↗ 330 hm ↘ 330 hm.

auf der Halbinsel São Lourenço (PR 8 Vereda da Ponta de São Lourenço)

↔ 7,7 km ↗ 430 hm ↘ 430 hm.

Levada do Caniçal (von Maroços zum Caniçal-Tunnel)

↔ 11,9 km am Bewässerungskanal entlang ↗ 10 hm ↘ 10 hm.

 

Wien nach Madeira Flug mit Wizz Air
vom Flughafen Madeira (in Santa Cruz) nach Caniçal zur Unterkunft

Bolt

von Caniçal nach Funchal Bus Nr. 113
von Funchal nach Machico Bus Nr. 78
von Caniçal nach Baía d'Abra Bus Nr. 113
von Caniçal nach Santa Cruz Bus Nr. 113
von Santa Cruz nach Maroços Bus Nr. 208

Damit du die Kostentabelle besser einordnen kannst, kommt hier ein kleiner Überblick über die einzelnen Kategorien – kurz und kompakt erklärt:

  • Unterkunft: Übernachtungskosten – egal ob Airbnb oder Apartment.
  • Transport: Alles rund ums Unterwegssein ohne Mietauto: Flug, Bus, Fähre, Seilbahn, Taxi oder Bolt.
  • Supermarkt / Markt: Einkäufe für die Selbstversorgung oder Snacks zwischendurch – vom Supermarkt bis zum Bauernmarkt.
  • Restaurant / Café: Ausgaben für Frühstück, Mittag- oder Abendessen – oder einfach ein starker Espresso zwischendurch.
  • Gebühr: Zusätzliche Kosten, die über den eigentlichen Preis hinaus anfallen – z. B. Service- oder Reinigungsgebühren bei Airbnb, Eintrittsgebühren für klassifizierte Wanderwege.
  • Trinkgeld: Kleine Beträge, die trotzdem wichtig sind. Beispielsweise für den*die Bolt-Fahrer*in oder im Café.
  • Sonstiges: Für all die kleinen Ausgaben, die sonst nirgends reinpassen – vom Wanderstock bis zur neuen Sonnenbrille.

 

Unterkunft EUR 301,50
Transport EUR 237,21
Supermarkt / Markt EUR 6,19
Restaurant / Café EUR 24,30
Gebühr EUR 54,07
Trinkgeld EUR 2,50
Sonstiges EUR 38,30

Auflistung an hilfreichen Links für deine Reise

madeira-live.com

santacruz-madeira.com

siga.madeira.gov.pt


Für die Wanderung Vereda da Ponta de São Lourenço lohnen sich Wanderstöcke besonders beim letzten Stück zum Morro do Furado.

Und: Nimm dir dicke Handschuhe mit. Das Drahtseil hängt bei dieser Etappe stellenweise nur noch lose an den Metallstangen und franst aus. Ist aber dennoch hilfreich beim Abstieg. Allerdings berichten mehrere Wander*innen von Metallsplittern, die sich in ihre Hände bohrten.


Halte immer Kleingeld bereit. In den Bussen ist eine Kartenzahlung nicht möglich.


Seit 2025 musst du für die meisten offiziellen Wanderwege auf Madeira (erkennbar an der PR-Nummer) eine Gebühr entrichten.

So auch für den PR8 Vereda da Ponta de São Lourenço – den Küstenpfad an der Ostspitze Madeiras.

Hier geht's zur Bezahlung der Gebühren für die offiziellen Wanderwege.

  1. Ganz nach unten scrollen – dort erscheint das Buchungsformular. Etwas versteckt – nicht wundern.

  2. Wanderweg auswählen – z. B. PR8 | Vereda da Ponta de São Lourenço.

  3. Datum der Wanderung eingeben.

  4. Bedingungen bestätigen (Checkbox anhaken).

  5. Bezahlen mit Kreditkarte (Visa/Mastercard).

  6. Du erhältst danach eine Buchungsbestätigung als Ticket.

  7. Lade das Ticket auf dein Handy – es kann stichprobenartig kontrolliert werden.

Informiere dich vorab, ob der von dir gewählte PR-Wanderweg geöffnet ist.

Aktuelle Hinweise (etwa Sperrungen) und Karten zu den offiziellen Wanderwegen.


Alles, was ich hier beschreibe, habe ich im Juni 2025 selbst erlebt. Madeira ist lebendig – vielleicht ist schon morgen alles anders.

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3 Gedanken zu „Madeira autofrei entdecken – Teil 1: Wanderungen rund um Caniçal – São Lourenço, Machico & Maroços“

  1. Hi MaDo, eine tolle Reisebeschreibung, die Lust auf Reisen macht! Klingt toll, wenn man sehr fit ist! Die Fotos haben die Eindrücke verstärkt! Super!!

    Antworten
    • Danke dir für deinen lieben Kommentar. 💚

      Die dritte Tour, die Levada do Caniçal, ist fast ein Spaziergang. Kein nennenswerter Anstieg, keine ausgesetzten Stellen – einfach nur gehen, schauen, durchatmen. 🌿🍃

      Vielleicht genau die richtige Route, um dich von Madeira verzaubern zu lassen?

      Antworten

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