Costa Rica: Tag 08 und 09: Boca Tapada

Parque Nacional Volcán Arenal

Mein Weckruf heute? Ein Motorrad *ah* − mein Häuschen liegt gleich an der Straße und dadurch ist der Verkehrslärm deutlich zu hören.
Bin ich gar nicht mehr gewöhnt, da ich in Wien ja am Stadtrand in einer Sackgasse wohne.

08:30 Uhr

Mal eine etwas spätere Abfahrt *lach*.

Vormittags unternehmen wir einen zweistündigen Spaziergang («Sendero Heliconias» und «Sendero Coladas») am Fuße des in den Wolken verschwundenen Vulkans zur Vulkanzunge.
Der «Arenal» ist nach dem «Rincón de la Vieja» der zweite Vulkan, den wir kennenlernen durften.
Seit Oktober 2010 gibt es keine Lavaausbrüche mehr − er raucht nur vor sich hin (und das in einem Nichtraucher-Gebiet *zwinker*).

Bei diesem Weg fällt mir wieder auf, warum ich Naturreisen als Gruppenreise unternehme. Manche Personen, die uns entgegenkommen, laufen den Weg mit Flip-Flops − von der Beschaffenheit des Weges sicher kein Problem, aber aufgrund von Tieren, sind geschlossene Schuhe anzuraten. Auf so was macht Dich der Guide aufmerksam. Auch erklärt F. iB auf Fauna und Flora sehr viel und wiederholt dies auch mehrmals, wenn wer nicht aufpasst *Hand hoch*.
Sagt Dir ein Ameisenbaum etwas? Wenn Du Botaniker/in bist, wahrscheinlich und Du kennst Dich sicher ohne Erklärungen aus − aber für mich sind diese wichtiger Bestandteil einer Reise.

20 Minuten Fahrt und wir sind wieder in «La Fortuna» angekommen. Dort haben wir Zeit zum Essen *mal wieder*.
I., C. und ich bummeln durch die Stadt; genießen einen Kaffee im «organic Fortuna». Die Möbel dort sind aus Paletten oder Kabelrollen gefertigt − mich begeistern solche individuellen Möbel. Und ein paar Souvenirs erstehen wir auch − I. kauft mehrere bunte Täschchen und ich für meine Kolleginnen quadratische Stiftehalter aus Holz.

Frisch gestärkt fahren wir nun nach «Boca Tapada» zur nächsten Unterkunft «Laguna del Lagarto Lodge», welche nur über eine Schotterpiste erreichbar ist.


Gut durch gerüttelt und geschüttelt (zum Glück hatten wir vorher noch eine Toilettenpause *lach*) kommen wir dort gegen 16:30 Uhr an.
Die Zimmer in dieser Lodge sind eher rustikal eingerichtet und sehr hellhörig. Es gibt zwei Stockwerke; ich habe – wie die anderen Einzelreisenden – ein Zimmer in der unteren Etage und höre die Gespräche der Personen, die im oberen Geschoß untergebracht sind. Oder, wenn der/die Nachbar/in im “Badezimmer“ ist.

Betreibst Du passioniert Fotografie? Dann interessiert Dich vielleicht: Für Profifotograf/inn/en wurde bei der Essensterrasse ein kleines Podium gebaut.

Im Anschluss an das Abendessen zeigt uns H. (Mitarbeiter der Lodge), der ausgesprochen gut deutsch spricht und eine lebhafte Art hat, eine Lagune, bei welcher wir Kaimane beobachten können.
Allerdings sind diese angefüttert; d.h. H. lockt die Tiere mit Fleisch an. Zur Belustigung der Tourist/inn/en kann ein Kaimanweibchen am Schwanz angefasst werden.
Dies ist der erste Punkt auf der Reise, der mir überhaupt nicht gefällt und den ich persönlich bedenklich finde.

Boca Tapada – Vogelbeobachtung und Wanderung

06:00 Uhr

Tagwaaache *grins*
Auf geht’s, schmeißen wir uns in schmucke Gummistiefel und beobachten im Morgengrauen Vögel.

Diesen wird mittels Futterstation (Bananenstaude auf einem Baumstamm) Futter zur Verfügung gestellt. Die unterschiedlichsten Vögel kommen und gehen (fliegen) wie sie wollen. Und wir jagen sie bloß mit der Kamera und betatschen sie nicht, wie gestern den Kaiman.

Guide F. gibt extrem wertvolle Ratschläge, die Kameraeinstellung oder Bildkomposition betreffend.

von links nach rechts: Kappen-Naschvogel – Fischertukan – Montezumastirnvogel – Halsband-Arassari – Bischofs-Tangare

Dies ist nur eine kleine Auswahl.
Ornitholog/inn/en (er)kennen sicher wesentlich mehr.

Wanderung durch Primär- und Sekundär-Regenwald

Schlurz, Schlurz, fast bleiben meine Gummistiefel im Schlamm stecken. Jetzt weiß ich, warum die Stiefel so eng geschnitten sind, dass es erforderlich war, zwei Nummern größer zu nehmen − die Lodge stellt den Gästen Gummistiefel kostenlos zur Verfügung.
Wir lernen den ~500 ha großen Wald ein Jahr nach dem Hurrikan „Otto“ kennen. Damals wurden Urwaldriesen (Bäume) wie Streichhölzer flach gemacht.

Nach drei Stunden kommen wir leicht (*untertrieben*) verschwitzt aus dem Regenwald wieder hervor.
Diese Wanderung war fantastisch − auf zum größten Teil natürlichen Waldwegen (manchmal wurden Baumscheiben wie Pflastersteine als Unterstützung ausgelegt). Mit genügend Zeit Blue Jeans-Frösche (Erdbeerfröschchen) zu suchen und auch zu finden − richtiggehendes Erfolgserlebnis *lach* (der Frosch ist nur 17,2 bis 22 mm groß).

Hast Du Dir die Frage gestellt: Sind Gruppenreisen auch flexibel und individuell?
Ja − heute Nachmittag haben wir die Qual der Wahl:

  • nochmals ab durch den Wald
  • Kanutour durch die Lagune (jedoch sehen die Kanus nicht gerade vertrauenserweckend aus)
  • von F. geführter Spaziergang ins Dörfchen «Boca Tapada»
  • in der Lodge einfach abhängen.

Ich habe die letzte Alternative gewählt; bin mit der Kamera und dem Makroobjektiv durch die Anlage geschlendert. Schrieb die Postkarte an meine Oma − mal schauen, ob die Karte früher als ich in Wien ankommt *lach*. Relaxte (mit vielfältigen Tiergeräuschen im Hintergrund) in der Hängematte − ich lese zur Zeit gerade das Buch „Less is More: Von der Freude des Weglassens“ von Francine Jay {Provisionslink: http://amzn.to/2hKfo6D}

Pünktlich zum Abendessen um 18:30 Uhr trifft sich die ganze Gruppe wieder.

Wikinger schreibt

Wer Lust hat, kann eine Bootsfahrt auf dem Rio San Carlos unternehmen, bei der zahlreiche Wasservögel und Kaimane beobachtet werden können.
Wir wandern in dem fast unberührten Dschungelparadies des Privatreservates und bekommen Einblicke in die unvorstellbare Artenvielfalt.

Der Text ist der Reisebeschreibung von Wikinger Reisen GmbH entnommen, teilweise gekürzt und daher auszugsweise wiedergegeben.

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