Am 25. August jeden Jahres wird der «Tag der gebrauchten Kleidung – der amerikanische National Second Hand Wardrobe Day» gefeiert.
Vielleicht inspiriert dich dieser Artikel, deine Kleiderkaufgewohnheiten zu ändern.
Wer regelmäßig mitliest, dem ist nicht entgangen, dass im Fokus von «MaDo-unterwegs» nicht nur das Reisen, sondern auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit steht.
Bereits in diesem Artikel vertrete ich die Ansicht, das Umweltschutz viele Gesichter hat.
Heute geht es um das Thema Second Hand-Kleidung. Leider gibt es noch immer Menschen die denken, dass Second-Hand-Kleidung stinkende, hässliche Stücke mit dem Geruch von Mottenkugeln sind *Kopf auf Tisch*.
90 % meiner Kleidung kaufe ich “gebraucht” (Ausnahmen mache ich bei Unterwäsche, Badebekleidung und Activewear). Gebraucht deshalb unter Anführungszeichen, weil in den allermeisten Fällen das gekaufte Kleidungsstück oder das ergatterte Schuhpaar wie neu aussehen.
Kauf Second Hand-Kleidung online: die ersten Schritte
Du bist in der Situation, dass du nicht zu den Öffnungszeiten in den Second Hand-Laden kommst oder eine unverhältnismäßig lange Anfahrt notwendig ist?
Dann geht es dir so wie mir – ich wohne in einem Randbezirk von Wien. Bis ich zu einem Second Hand-Geschäft komme, sitze ich eine Stunde in den öffentlichen Verkehrsmitteln – oneway versteht sich .
Als ich wieder einmal meine Bücher aussortierte und für den Verkauf auf momox zusammenstellte, poppte eine Werbung für ubup (= eine Unternehmung der momox GmbH) auf.
Laut Beschreibung auf der Website ist ubup
Deutschlands größter Second Hand Shop.
In den nächsten Tagen stöberte ich immer wieder 10/15 Minuten bei ubup.
Es gibt fünf Hauptkategorien – Damen, Herren, Mädchen, Jungen, Sale. Und dann einige Unterkategorien – bspw. Bekleidung, Schuhe, Accessoires.
Und dann noch Unterunterkategorien. Bei Bekleidung etwa Blusen, Hosen, Kleider.
So weit unterscheidet sich ubup nicht von Fast Fashion Online-Shops.
Auch bei ubup kannst du deine Größe auswählen − sogar Langgröße.
Dann beginnen aber die Unterschiede:
Die Beschreibung der einzelnen Stücke ist äußerst kurz und knapp.
«MANGO Damen Kleid grau»: Angeben ist die Größe, die Länge und der Zustand. Und der Preis natürlich. Aber sonst nichts.
Ebenfalls fällt auf: Die Beschlagwortung der einzelnen Produkte ist mittelmäßig.
Der Produkttyp «Geldbörse» ist anscheinend sehr herausfordernd *grins*. Denn einmal wird mir eine Sonnenbrille und einmal ein Pullover angezeigt.
Und das sind nur zwei Beispiele, die ich fand.
Wie stehts um die Qualität?
Vielleicht zögerst du noch, Gebrauchtware zu kaufen, weil du befürchtest, dass die Qualität minderwertig sein könnte. Oder es lose Nähte, Risse und Flecken, die nicht entfernt werden können, gibt.
Ich beruhige dich:
Die gelieferte Ware sieht unberührt und ganz neu aus. Das scheint ein widersprüchlicher Punkt zu sein. Aber anscheinend kaufen Leute oft Kleidung und tragen sie nie – somit gelangt neuwertige Kleidung wieder in den Verkaufszyklus.
Der Zustand aller vier gekauften Stücken ist tadellos. Bei den Sandalen ist kein Abdruck am Fußbett zu sehen. Die Nähte des Kleides bzw. des Jump Suites gehen nicht auf.
Und die Hosenbeine der Hose sind nicht abgenützt.
Verpackung
Im Sinne der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes kaufe ich Second Hand-Kleidung. Leider nimmt ubup seine Verantwortung diesbezüglich nicht wahr. In der Überverpackung (Kartonschachtel) war jedes Stück einzeln in Plastik verpackt. Hier ist auf jeden Fall noch Potential, um sich von anderen Unternehmen zu unterscheiden.
Sehr schade, dass sich ein Second Hand-Shop beim Versand kaum Mühe gibt, so wenig Müll wie möglich zu produzieren.
Es könnte doch auf Papierbeutel und plastikfreies Klebeband umgestellt werden, oder muss unbedingt jedes Kleidungsstück extra in Plastik gehüllt sein?
Preis
Für die gelieferte Qualität der Produkte ist der Preis mehr als angemessen.
Für die Flip-Flops® zahlte ich EUR 24,90. Im Online-Shop von Scholl kosten diese EUR 67,99. Der günstigste (Sonder-) Preis, den ich gefunden habe: EUR 48,45.
Und, haben die Sachen gepasst?
Flip-Flops ➼ Ja, reinschlüpfen und ohne Beschwerden (liegt aber an der Schuhmarke) losmarschieren.
Das Kleid ➼ Ja. Hier hätte ich mir aber gewünscht, dass die Produktinformation detaillierter ist. Die zwei Schlitze im Kleid, welche nur auf einem Produktfoto zu erahnen waren, gehen höher hinauf, als ich normalerweise trage.
Jump-Suit ➼ Ja, ist weiter geschnitten. Wusste ich aber anhand der Größenbeschreibung.
Hose ➼ Nein. Die Überraschung ist jedoch, von der Länge passt die Hose. Allerdings ist die Hose extrem tiefgeschnitten und passt nur bei flacher Atmung *grins*. Auch hier könnte mit einer genaueren Beschreibung gegengesteuert werden.
Rückgabe
Doppeltschade: Die Hose kann ich nicht retour geben. Das Retourenportal von ubup nimmt dieses Kleidungsstück nicht an. Erklärungen warum/weshalb finden sich keine…
Sidestep momox Fashionankauf
Na gut, dachte ich mir, dann probiere ich momox-fashion aus. Der Bücherverkauf über momox klappte ja bisher mehrere Male tadellos.
Also Konto anlegen – mithilfe der Icons die passende Kategorie wählen und dann Stück für Stück in die Verkaufsbox legen.
Für meine gesammelten Produkte (ein Paar Halbschuhe, ein Hemd, zwei Hosen – inkl. der zuvor gekauften Stoffhose – und einen Rucksack) erhalte ich knapp EUR 25,00.
Nun, würde ich erhalten, wenn ich in Deutschland wohne.
Denn es wird keine Kleidung aus Österreich angekauft. Steht nur nirgends … und erfahre ich erst, als ich ein E-Mail an den Kundenservice schreibe.
Infografik Vorteile vs. Herausforderungen beim Online-Shop ubup
Fazit
Wie es so schön im Marketing-Sprech heißt: Die Customer Journey macht nicht durchgehend Spaß und nicht bei allen Berührungspunkte mit ubup kann ich das Einkaufen genießen.
Um uns Kund*innen ein einzigartiges Shoppingerlebnis zu bieten, sind noch einige Anpassung erforderlich. Bspw.:
- Artikel müssen ausführlicher beschrieben werden
- mehr Artikelfotos − auch mit Close-up
- Rückgabebedingungen sichtbar erläutern (bspw. warum kann ein Produkt nicht retour gesendet werden)
- plastikfreier und somit umweltfreundlicher Versand.
Sei auch du dabei, mit dem Kauf von Second Hand-Kleidung Nachhaltigkeit in der Modebranche zu praktizieren.
Lebst du bereits einen nachhaltigen Kleiderkonsum?
Ein externer Link führt von mado-unterwegs.com weg und verweist auf eine andere Website.
Auf meinem Blog verfasse ich Artikel über meine Reisen und Orte, an welchen ich war. Und gebe gelegentlich auch Minimalimus- und Nachhaltigkeitstipps. Du findest aber ebenso Gedankenstupser-Posts.
In den Artikeln verlinke ich teilweise zu Unterkünften; bestimmten Orten, wie Nationalparks, Restaurants, Cafés, Museen etc. Und zu Produkten, die ich empfehlenswert finde.
Dies kennzeichne ich mit { Werbung }, um den Charakter des Posts zu verdeutlichen. Und da ich ja Leser*innen dazu motiviere, in dieser Unterkunft zu übernachten oder eine bestimmte Ware zu kaufen.
Ist ein Beitrag nicht explizit als { bezahlte Werbung } gekennzeichnet, habe ich für eine solche Verlinkung keine Gegenleistung erhalten – weder durch einen Rabatt noch durch eine kostenlose Hotelübernachtung, ein PR-Sample oder was auch immer.
Ich empfehle auf meinem Blog unbezahlt Dinge, die mir gefallen. Sollte mir etwas nicht gefallen (haben), schreibe ich das übrigens genauso.
Entgegen vieler anderslautender Klischees über Reiseblogger*innen finanziere ich meine Reisen selbst. Mit meinem Geld. Aus eigener Tasche.
Sollte es in wenigen Fällen eine Gegenleistung geben – sei es eine Einladung zu einer Übernachtung, ein Essen, einen Rabatt, ein Produkt oder gar Geld, ist dies im Beitrag vermerkt mit { bezahlte Werbung }.
Es ist unnötig zu betonen, dass meine persönliche Meinung nicht beeinflusst wird und in keinem Fall käuflich ist.
Ein Werbelink ist ein Affiliate Link.
Dieser dient zur Orientierung und schnellem Finden des von mir beschriebenen Produktes, der Dienstleistung oder der Unterkunft.
Wenn du also auf so einen gekennzeichneten Affiliate Link klickst, wirst du auf die Seite des entsprechenden Händlers weitergeleitet. Solltest du dann ein Produkt/eine Dienstleistung kaufen oder Übernachtungen buchen, bekomme ich je nach Erfolg eine kleine Provision ausgezahlt.
Für dich entstehen dadurch natürlich keine zusätzlichen Kosten – d. h. für dich bleibt der Preis gleich! Du kannst den Artikel/die Dienstleistung/die Unterkunft selbstverständlich auch über andere Links/Websites/(Online-)Shops kaufen/buchen. Bspw., indem du ein neues Browserfenster öffnest und die entsprechende Internetseite direkt eingibst.
Nachtrag vom 11. Okt. 2019
Ubup hat sich auf meinen Insta-Post gemeldet (siehe unten) – und u.a. mitgeteilt, dass gerade an einer umweltfreundlichen Verpackung der einzelnen Stücke gefeilt wird *freu*.
