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Madeira autofrei entdecken – Teil 4: Wandern ohne Mietwagen – geht das?

{ Werbung, da Beitrag neben persönlichen Tipps auch Affiliate-Links enthält // Dienstleistungen/Produkte/Unterkunft selbst bezahlt }

Ich reise grundsätzlich ohne Mietwagen. Ob Thailand, Kroatien oder Malta – ich bewege mich mit Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln fort, gehe zu Fuß und nehme gegebenenfalls ein Taxi oder Bolt. Für mich ist das nicht nur eine Frage der Flexibilität, sondern auch eine Entscheidung für bewusstes, nachhaltigeres Reisen.

Madeira war da keine Ausnahme. Obwohl mir etliche Reiseforen suggerieren wollten, dass ich ohne Mietwagen auf der Insel nicht weit komme, hatte ich keinerlei Zweifel. Klar: Der Busfahrplan ist kein Wunschkonzert – gerade im Nordwesten fährt der Bus manchmal nur zweimal täglich. Aber es gibt fast immer eine Lösung. Was es braucht, ist eine Portion Planung, etwas Gelassenheit – und manchmal eben die Bolt-App.

Herausfordernd war weniger die Erreichbarkeit als die Orientierung (besonders für mich *hüstel*): verschiedene Busunternehmen und unterschiedliche Abfahrtsorte. Ich habe „ein paar Mal“ gesucht, bis ich den richtigen Einstiegspunkt gefunden habe. Aber offen gesagt: Ich war mehrfach froh, kein Mietauto zu haben. Die Straßen sind oft schmal und kurvig, teilweise einspurig, ohne Ausweichbuchten. Und dann kommt dir ein Bus entgegen …

Meine Reiseroute führte mich zu vier Unterkünften – nach Caniçal im Osten, São Vicente im Norden, Porto Moniz im Nordwesten und natürlich nach Funchal.
Ausgewählt nach geplanten Wanderungen in der Umgebung.

Fünf Wanderungen habe ich hier für dich rausgepickt – von aussichtsreich bis einsam bis ganz schön voll. Alle anderen Erlebnisse? Die warten in meinen Tagesberichten.

Beeindruckend: Vereda da Ladeira – von Achadas da Cruz nach Porto Moniz

Im Nordwesten Madeiras liegt einer der ursprünglichsten Wanderwege, die ich auf dieser Reise gegangen bin: die Vereda da Ladeira. Der Startpunkt ist ohne Auto etwas umständlich erreichbar. Denn der Bus fährt nur zweimal am Tag. Da am früheren Morgen in Porto Moniz kein Bolt zur Verfügung stand, nehme ich also ein Taxi zur Seilbahnstation Achadas da Cruz.

Die Seilbahn selbst ist ein Erlebnis: Rund 450 Höhenmeter werden in fünf Minuten überwunden. Unten angekommen, wartet eine andere Welt. Verlassene Steinhäuser, schmale Pfade, kleine Parzellen mit Solarpaneelen und Wassertanks. Nur eine Person ist zu sehen – jemand, der hier wohl gärtnert. Es fühlt sich an, wie ein vergessener Kleingartenverein am Rande der Welt.

Der Start der Wanderung beginnt unspektakulär am Meer entlang – große Steine, wilde Gischt, Atlantik pur. Der Pfad wirkt verlassen, ist aber markiert. Dann beginnt der Aufstieg: eine uralte Steintreppe. Der Untergrund ist rutschig, obwohl es tagelang trocken war. Lose Steine, schmale Kanten – ich bin sehr froh über meine Wanderstöcke. Ohne sie würde ich mich hier deutlich unsicherer fühlen.

Den unscheinbaren Abzweig zum Ribeira do Tristão hätte ich fast übersehen. Ein fußbreiter, überwucherter Pfad, halb im Hang verborgen. Einige Abschnitte sind komplett zugewachsen, andere schmal und ausgesetzt. Auf dem gesamten Weg treffe ich nur einmal andere Personen. Das französische Paar und ich wechseln ein paar Worte – dann zieht jede*r wieder weiter. Es bleibt still, einsam und intensiv.

Der Blick vom Aussichtspunkt Ponta da Ladeira zurück auf das Tal ist gewaltig – und verdient eine Pause. In dem kleinen Ort Santa kehre ich in ein winziges Café ein. Nur Einheimische sitzen dort, der Kaffee ist schlicht, die Atmosphäre ehrlich.

Am Ende des begrünten Wanderpfades folge ich einer schmalen Asphaltstraße, die später in einen gepflasterten Weg mit welliger Oberfläche übergeht – keine klassischen Stufen, aber auch kein einfaches Gelände.

Kurz vor 15:00 Uhr lande ich in Porto Moniz direkt bei der Kirche Igreja Matriz. Zum Abschluss: ein gemischter Salat mit frischem Brot im Café Atlântico.

Diese Wanderung war einer der eindrucksvollsten Momente meiner Reise. Keine überlaufenen Sehenswürdigkeiten, keine perfekt inszenierten Fotokulissen. Einfach nur Pfad, Stille und endlose Weite.

Vereda da Ladeira – auf einen Blick

↔ 6,6 km ↗ 400 hm ↘ 800 hm.

Weg: Dieser Weg ist nichts für Ungeübte. Er ist technisch zwar nicht extrem schwierig, aber ungesichert, ausgesetzt und schmal, mit verwachsenen Pfaden.
Den Abschluss der Wanderung bildet eine schmale Asphaltstraße, die sich in einen buckligen Pflasterweg verwandelt. 

Ausrüstung: Gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Wanderstöcke sind Pflicht.

Anreise ohne Auto: Die Bergstation der Seilbahn Achadas da Cruz ist mit dem Linienbus Nr. 80 nur eingeschränkt erreichbar: Zwei Busverbindungen pro Tag: einmal gegen 13:00 Uhr und einmal gegen 16:00 Uhr. Und von der einzigen Haltestelle in der Nähe sind es zusätzlich noch 2,1 km Fußweg bis zur Seilbahnstation. Für Wanderungen ist das zeitlich wenig praktikabel.
Alternativen: Bolt oder Taxi – in meinem Fall war es das einzige Taxi in Porto Moniz.

Wanderweg Vereda do Calhau und Wanderweg Vereda da Ladeira: Stolperstein, Dschungelpfad und Autobahn für Wanderschuhe

Teleférico das Achadas da Cruz

Eine der steilsten Seilbahnen Europas überwindet rund 450 Höhenmeter auf einer Strecke von etwa 500 m – in gerade einmal 5 Minuten. Die Fahrt ist nichts für schwache Nerven, bietet aber atemberaubende Ausblicke auf den wilden Atlantik.

Sie verbindet das winzige Bergdorf mit dem einsamen Küstenstreifen Fajã da Quebrada Nova, einem fruchtbaren Landstreifen, der früher für Landwirtschaft genutzt wurde.

In der Sommersaison (01. Juni bis 30. September) täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
Preis: EUR 5,00 Hin- und Rückfahrt; EUR 3,00 eine Richtung.

In der Schwebe: Seilbahnblicke, Küstenwege und ein Hauch Andacht

Stadtnah: von Monte nach Camacha

Funchal erwacht: Das leise Knarren geöffneter Café-Türen, das metallische Klappern eines Garagentors. Ich schnappe mir frühmorgens einen schnellen Espresso aus einer Panadería und steige in den Bus Nr. 20, der sich in Serpentinen hinauf nach Monte windet.

Oben angekommen zünde ich eine Kerze an der kleinen Gedenkstätte Fontenário de Nossa Senhora do Monte an. Ein ruhiger Moment, bevor ich mich zwischen Park, Korbschlitten und Seilbahnkabinen auf den Weg mache – in Richtung Camacha.

Die Wanderung startet gemütlich: breite Wege, Wald links und rechts, das Pflaster unter den Füßen. Ich passiere Forststraßen, folge schmaleren Pfaden, mal sonnenbeschienen, mal durch hohes Grün. Die Strecke ist abwechslungsreich – Waldlichtungen, Zikaden, das Rascheln von Eidechsen.

Nur einmal verliere ich kurz die Orientierung und lande im Dickicht. Kein Drama, kein Umweg – einfach ein kleiner Moment von „ach so, doch nicht hier”.

Schritt für Schritt nähere ich mich Camacha. Das letzte Stück führt bergab über eine wenig befahrene Landstraße. Und dort, an der Haltestelle Largo da Achada, wartet der Bus wie bestellt. Um 14:50 Uhr bin ich zurück in Funchal – müde, zufrieden, voller Eindrücke.

Diese Tour ist ruhig, nicht überlaufen und wunderbar vielseitig. Wenn du ein Stück Madeira erleben willst, das sich zwischen Stadt, Dorf und Natur entfaltet – dann geh los. Du brauchst keinen Korbschlitten, nur ein bisschen Neugier und Lust auf leise Wege.

Monte ↣ Camacha – auf einen Blick

↔ 13,7 km ↗ 160 hm ↘ 310 hm

Weg: Sehr abwechslungsreich. Anfangs Kopfsteinpflaster und breite Waldwege, später schmale, teils überwachsene Pfade. Nur stellenweise Orientierung nötig. Keine ausgesetzten Stellen.

Ausrüstung: Wanderstöcke nicht zwingend, aber beim Abstieg angenehm. Gutes Schuhwerk, Wasser und ein wenig Geduld beim Suchen der Wegweiser empfohlen.

Anreise ohne Auto: Etwa mit dem Linienbus Nr. 20 von Funchal nach Monte. Rückfahrt von Camacha (Haltestelle Largo da Achada) ebenfalls mit dem Linienbus nach Funchal möglich.

Mit Blüten im Blick und dem leisen Plätschern der Levada an der Seite – Schritt für Schritt Richtung Camacha

Monte

Ist ein Stadtteil von Funchal, der sich rund 600 Meter über dem Meeresspiegel befindet und mit seiner Aussicht, dem kühleren Klima und seinen Gärten schon seit Jahrhunderten Erholungssuchende anzieht – früher auch den Adel.

Bekannt ist Monte vor allem für die Wallfahrtskirche Igreja de Nossa Senhora do Monte , die traditionsreichen Korbschlittenfahrten und die spektakuläre Seilbahnfahrt von Funchal hinauf in den Ort.

Ein absolutes Highlight ist der Jardim Tropical Monte Palace – ein aufwendig gestalteter tropischer Garten mit Kunstwerken, Koi-Teichen, asiatischer Architektur und einem fantastischen Blick über die Bucht von Funchal.

Aussichtsreich: Pico do Facho – von Machico nach Caniçal

An diesem Tag führte mich mein Weg zunächst von Caniçal über Funchal nach Machico. Bevor es nämlich richtig losging, machte ich einen Abstecher zum Decathlon, um mir endlich Wanderstöcke zu besorgen – eine Entscheidung, über die sich meine Knie später noch freuen werden. Falls du direkt in Machico losstarten möchtest: Es fahren mehrere Buslinien regelmäßig dorthin, etwa die Linien 113 und 78.

Ausgangspunkt der Wanderung ist das Zentrum von Machico. Zunächst geht es auf einer schmalen Straße bergauf bis zu einem größeren Gesundheitszentrum. Dort beginnt der eigentliche Aufstieg: Ein steiler Trampelpfad schlängelt sich durch Erde, Stein und Wurzelwerk den Hang hinauf Richtung Gipfel des Pico do Facho. Spektakuläre Ausblicke auf die Küste und die umliegenden Hügel begleiten den Aufstieg. Der Weg ist stellenweise schmal, steil, aber gut begehbar.

Als ich den Gipfel erreiche: Eine Überraschung. Bunte Seifenkisten sausen die kurvige Asphaltstraße hinab. Ein lokaler Club veranstaltet hier gelegentlich Rennen mit handgefertigten Gefährten – eine einmalige Begegnung mit viel Charme, Holz und Tempo.

Gemeinsam mit anderen Zuschauer*innen bleibe ich stehen, genieße diesen unerwarteten Moment und juble den bunten Kunstwerken zu.

Der Abstieg führt über die andere Seite des Pico do Facho hinunter Richtung Caniçal. Der Weg wechselt zwischen schmalen Passagen und breiteren Abschnitten und bietet durchgehend schöne Ausblicke aufs Meer. Unten angekommen, mündet der Pfad in eine Uferpromenade, auf der ich entspannt zurück nach Caniçal spaziere.

Was für eine Wanderung. Natur, Bewegung und unverhoffte Momente – genau das ist die Magie Madeiras zu Fuß.

Machico ↣ Caniçal – auf einen Blick

↔ 5,2 km ↗ 330 hm ↘ 330 hm

Weg: Leicht bis mittelschwer. Der Anstieg ist kurzzeitig steil und erdig, aber gut begehbar. Keine ausgesetzten Stellen. Der Rückweg führt auf einem einfacheren Pfad bergab.

Ausrüstung: Feste Wanderschuhe, Wanderstöcke empfohlen (besonders bergab), Wasser, Sonnenschutz (kaum Schatten).

Anreise ohne Auto: Bus Nr. 113 von Caniçal oder Funchal. Bus Nr. 78 von Funchal.

Postkartenblick in Panorama – Machico mit Weitblick genießen

Pico do Facho

Liegt nordöstlich der Stadt Machico, oberhalb der Bucht und nahe dem Flughafen. Gipfelhöhe etwa 280 m über dem Meeresspiegel.

Der Name „Facho“ stammt vom portugiesischen Wort für Fackel. Früher wurden hier Signalfeuer entfacht, um vor Piraten oder feindlichen Schiffen zu warnen.

Der Miradouro do Pico do Facho bietet einen 360°‑Panoramablick über Machico, die Küste, den zentralen Bergkamm Madeiras und bis zur Ponta de São Lourenço. Sichtbar sind außerdem die Desertas-Inseln sowie der Flughafen – ideal für Fotoaufnahmen und Flugzeug‑Spotting.


In all meine Beiträge stecke ich enorme Zeit, Gedanken, Liebe und Ressourcen. Du hast hier wertvolle Anregungen gefunden?

Dann überlege bitte, ob du meine Arbeit unterstützt. Mit einer Tasse Kaffee tippe ich umso schneller *lach*. Und wenn du bereits gespendet hast, dann danke ich dir von ganzem Herzen. 

Trubelig: Ponta de São Lourenço – zwischen Klippen und Menschenmengen

Ich starte direkt von Caniçal. Die nächste Bushaltestelle liegt gleich gegenüber meiner Unterkunft vor dem Supermarkt – kein Schild, kein Fahrplan, keine Markierung. Nach einer kurzen Fahrt erreiche ich die Baía d’Abra, den östlichsten Punkt der Insel.

Um 09:05 Uhr starte ich mit der Wanderung. Wie sich später noch zeigen wird: Der frühe Aufbruch ist eine gute Entscheidung.

Die ersten Meter führen über zahlreiche Natursteinstufen, später wird der Weg schmaler. Die schroffe Landschaft ringsum ist atemberaubend: Klippen, Felsformationen, Wind und Weite – karg, dramatisch, eindrucksvoll.

Nach gut 90 Minuten erreiche ich das kleine Café Casa do Sardinha. Dort gibt’s Snacks, Getränke und ein überteuertes WC für einen Euro. Ich mache mich auf zur letzten Etappe – dem Aufstieg zum Morro do Furado.

Ab hier wird’s ernst. Der Steinsand unter meinen Schuhen ist tückisch, die ausgetretenen Holzstufen hatten wenig Auflagefläche und waren teils locker. Ein Drahtseil soll helfen, doch es hängt oft durch, ist teils ausgefranst und an einigen Stellen nur noch lose befestigt. Ich bin dankbar für meine Wanderstöcke. Und für die Handschuhe.

Erschöpft, aber überglücklich erreiche ich den Gipfel. Der Blick ist weit und klar – zurück über die gesamte Halbinsel, hinaus aufs offene Meer. Nach einem Moment, in dem ich die Aussicht ganz auf mich wirken lasse, beginne ich den Abstieg.

Beim Rückweg bemerke ich den Kontrast: Die Wege füllen sich, am Café bilden sich Warteschlangen. Immer mehr Menschen drängen sich auf dem Pfad. Ich bin froh, so früh losgegangen zu sein.

Später im Bus sehe ich, wie sich Autos Stoßstange an Stoßstange entlang der Straße reihen. Sie stehen nicht im Stau – sie parken. Ich hingegen sitze im Bus und denke mir: Auch wenn ich nicht allein unterwegs war, diese Stunden fühlten sich besonders an.

PR8 – Ponta de São Lourenço – auf einen Blick

↔ 7,7 km ↗ 430 hm ↘ 430 hm

Weg: Eine meist schattenlose Tour mit atemberaubendem Panorama. Zu Beginn über viele Stufen aus Naturstein, später wird der Weg schmaler – ich quetsche mich mehrfach an anderen Wandernden vorbei.

An ausgesetzten Stellen sichern Drahtseile den Weg. Beim Anstieg zum Morro do Furado, dem höchsten Punkt der Tour, wird’s richtig spannend: Rutschiger Steinsand; Holzstufen mit schmaler Trittfläche, nicht alle sind noch fest verankert; wenig Sicherung.

Ausrüstung: Wanderstöcke sind hauptsächlich im letzten Abschnitt hilfreich.

Tipp: Dicke Handschuhe mitnehmen. Die Drahtseile sind teils locker befestigt und stellenweise ausgefranst – praktisch, aber mit Risiko. Mehrere Personen berichten von Metallsplittern in den Händen.

Eintritt: Diese Route zählt zu den 30+ offiziellen Wanderwegen, für die ein symbolischer Beitrag von EUR 3,00 zu zahlen ist. Die Gebühr fließt direkt in die Instandhaltung – eine lohnende Investition in den Erhalt dieses besonderen Ortes.

Anreise ohne Auto: Mit dem Linienbus Nr. 113 von Funchal über Machico und Caniçal.

Wo der Wind mitwandert – Felsenpfade und Atlantikblick

Halbinsel Ponta de São Lourenço

Die Halbinsel ist der östlichste Punkt Madeiras. Neben der Hauptlandspitze gehören auch zwei vorgelagerte Inseln – Ilhéu da Cevada und Ilhéu do Farol dazu. Auf der Leuchtturminsel steht auf 103 m Höhe über dem Meer der älteste Leuchtturm Madeiras, dieser ist noch in Betrieb.

Der Morro do Furado ist mit rund 150 m Höhe der höchste Punkt der Halbinsel – kein Berg im klassischen Sinne, wohl aber ein symbolträchtiger Endpunkt der Wanderung.

Die Halbinsel gehört zum europäischen Natura‑2000‑Netz und ist ein bedeutender Lebensraum für Meer- und Landvögel. Wer genau hinschaut (und ein bisschen Glück hat), entdeckt vielleicht sogar eine Mönchsrobbe im Wasser.

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Einfach: Levada dos Maroços – ruhige Pfade zwischen Gärten und Bananenstauden

Im Osten von Madeira führt die Levada dos Maroços entlang eines grünen Berghangs oberhalb von Machico. Das Besondere an dieser Wanderung ist die herrliche Ruhe auf dem Pfad, der mitten durch terrassierte Gärten und an kleinen Häusern vorbeizieht. Ideal, um das ländliche Madeira ganz entspannt zu erleben.

Ich starte von Santa Cruz, wo ich den Vormittag mit einer kleinen Stadtbesichtigung verbracht habe, und nehme von dort aus den Bus nach Maroços (ca. 30 Minuten Fahrzeit).

Der Weg führt zu Beginn eben am Berghang entlang – erst über Asphalt, dann über Schotter und schmale Naturpfade. Begleitet werden meine Schritte vom beruhigenden Plätschern des Levada-Kanals zur Linken. Rechts öffnet sich immer wieder der Blick ins grüne Tal mit terrassierten Feldern und unzähligen Bananenstauden.

Die Strecke ist angenehm menschenleer – nur drei Wandernde kreuzen kurz meinen Weg. Im Vergleich zu populären Strecken wie São Lourenço ist es hier wunderbar ruhig. Ich höre Vogelstimmen, spüre den leichten Wind in den Blättern und beobachte ältere Menschen, die in ihren Gärten arbeiten. Die Strecke entfaltet ihren ganz eigenen, stillen Charme.

Etwa auf halber Strecke bietet sich in der Snack-Bar O Jacaré eine gute Gelegenheit, bei einem Espresso eine Pause einzulegen und das WC zu nutzen.

Nach knapp drei Stunden erreiche ich wieder eine Straße mit einer weiteren unscheinbaren Bushaltestelle. Auch hier reicht ein freundliches Winken, um den Bus zurück nach Caniçal zu nehmen.

Zurück bleibt ein Gefühl tiefer Entspannung – diese Levada ist ein perfekter Ort, um das ländliche Inselleben in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Levada dos Maroços – auf einen Blick

↔ 11,9 km ↗ 10 hm ↘ 10 hm

Weg: Einfach, gut begehbar. Einige Stellen sind zwar schmal, aber der Weg ist technisch nicht anspruchsvoll.

Ausrüstung: Bequeme Schuhe reichen aus – feste Wanderschuhe sind nicht zwingend nötig. Auch Wanderstöcke brauchst du auf dieser Strecke in der Regel nicht.
Mit etwas Glück bekommst du unterwegs sogar frisches Obst direkt von den Bäuer*innen am Wegesrand angeboten.

Anreise ohne Auto: Bus Nr. 208 von Funchal über Santa Cruz oder Bus Nr. 156 von Funchal über Santa Cruz. Praktisch: Die Bushaltestelle liegt direkt am Einstieg der Wanderung.

Manche Bushaltestellen sind auf Madeira nicht beschildert. Halte den Bus durch Winken an.

Tunnelblick und Tropenobst – so geht Wandern auf Madeira

Wandern ohne Mietwagen – mit Zeit, Geduld und guter Planung

Mein Gesamteindruck vom Wandern ohne Mietwagen auf Madeira? Sehr gut – und das ganz ohne rosa Brille. Ich war dreieinhalb Wochen auf der Insel unterwegs und hatte genug Zeit, flexibel auf Buszeiten und spontane Routenänderungen zu reagieren. Genau das braucht es auch: Geduld, Gelassenheit und Lust aufs Planen.

Die größte Herausforderung waren nicht etwa die steilen Wege, sondern etwas viel Kleineres: Bushaltestellen. Die Fahrpläne, die ich online gefunden habe, zeigen oft nur Start- und Endhaltestelle – aber nicht, wo der Bus dazwischen überall hält. Das macht die Orientierung manchmal … sagen wir: spannend.

Ganz nebenbei bringt das Wandern ohne Auto noch einen praktischen Vorteil mit sich: Vier der fünf vorgestellten Touren sind Streckenwanderungen – ich musste mir also keine Gedanken machen, wie ich wieder zurück zum Auto komme, wo ich es parke oder ob der Ausgangspunkt auch das Ende sein muss. Ich konnte einfach losgehen und woanders ankommen.

Was ich daher mitnehme: Wandern ohne Mietauto funktioniert auf Madeira – für alle, die nicht von Ort zu Ort hetzen wollen, sondern Lust haben, unterwegs auch mal stehen zu bleiben, zu schauen, zu atmen.

Und falls du jetzt selbst loswandern willst

Die Karte unten habe ich mit uMap erstellt – einem datenschutzfreundlichen Kartendienst, der auf OpenStreetMap basiert. Du brauchst kein Konto, keine App, keine Anmeldung. Die Daten werden auf Servern innerhalb der EU gespeichert – ohne Tracking, Werbung oder Google-Anbindung.

Ich habe auf der Karte Start- und Zielpunkte der fünf vorgestellten Wanderungen markiert, ebenso den jeweiligen Verlauf der Strecke. So bekommst du einen Überblick, wo die Touren auf der Insel liegen und kannst sie für deine eigene Planung nutzen.

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Begleitet hat mich auf fast allen Wegen der Rother-Wanderführer (Affiliate-Link).

Dieser Beitrag ist Teil meiner Blogreihe »Madeira autofrei entdecken«.

In den ersten drei Teilen nehme ich dich mit durch meinen Reisealltag – mit Etappen zum Nachwandern, Einblicken in meine Unterkünfte, praktischen Tipps zu Busverbindungen und einer Übersicht der Kosten.

Bis bald auf dem Levada‑Pfad.

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