Costa Rica: Tag 12: Vulkan Irazú und Cerro de la Muerte

Cartago

Heute Nacht habe ich nicht gut geschlafen. Da aber im «Rancho Río Perlas Resort & Spa» das Internet extrem schnell ist, kann ich bequem vom Bett aus an meinem Blog arbeiten *yeah*.
Beim Frühstück erhalte ich eine kostenlose Spanischstunde und mir werden die Unterschiede zwischen „con mucho gusto“ und „me gusta mucho“ erklärt. F. amüsiert sich, da ich die Phrasen nicht korrekt anwende.

Erstes Ziel: Parque Nacional Volcán Irazú

Über die Gemüsekammer (durch den Vulkanismus gut gedüngte Erde) Costa Ricas fahren wir eine asphaltierte, kurvenreiche Strasse zum Vulkan Irazú. Einen kurzen Zwischenhalt machen wir beim «Volcán Turrialba», der uns mit Rauchzeichen begrüßt − ist halt der aktivste Vulkan in Costa Rica *lach*.


Der «Volcán Irazú» (Stratovulkan) ist der höchste Vulkan Costa Ricas (3.432 m). Und einer der fünf aktiven Vulkanen; obwohl er sich im Moment ruhig verhält.
Der «Parque Nacional Volcán Irazú» wurde 1955 gegründet: Ist somit der älteste National Park in Costa Rica. 15 Jahre lang war er auch der einzige. Er ist der am meisten besuchte National Park − auch sehr viel Costa Ricaner besuchen ihn. Bei unserem Besuch hielt sich die Menschenmasse aber in Grenzen.
In einer großen Anzahl haben wir nur diverse Antennen vorgefunden − ein richtiger „Senderwald“ (da der Vulkan die größte Erhebung im Tal ist).

Kurz vor 10:00 Uhr erreichen wir die beeindruckende Kraterlandschaft.
Unser Fahrer lässt uns am Pass (höher gelegener Aussichtspunkt) aussteigen − theoretisch sind von dieser Stelle der Atlantik und der Pazifik gleichzeitig zu sehen.

Wir genießen einen fantastischen Blick über die Wolkendecke, frei nach Reinhard Mey

Über den Wolken
Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
….

Langsam gehen wir vom Gipfel des Irazú die Nebenstraße hinunter zu den Kratern − zwölf wurden bisher bestimmt.
Heute können wir drei Krater bewundern bzw. bewandern:

  • «Crater Principal» (Hauptkrater): Durchmesser von 1.050 m, 300 m tief. Vor einigen Wochen hat sich auch wieder der grüne Kratersee (Schwefelsee) gebildet. Sehenswert sind ebenso die verschiedenfarbigen Lavaschichten der Kraterwand.
  • «Diego de la Haya» (Nachbarkrater): Durchmesser von 690 m, 80 m tief.
  • «Playa Hermosa»: Großes flaches Gebiet aus Lavagestein, auf welchem wir spazieren können.

Im Gegensatz zu dem gestrigen Regen, haben wir heute ein Traumwetter *seufz*. Es ist sensationell!

Um 11:30 Uhr fahren wir (ich mit dankbarem Gefühl) zu unserem zweiten Tagesziel weiter:

Cerro de la Muerte (Todeshügel)

Der Name «Cerro de la Muerte» geht auf die Kolonialzeit zurück − über diese Route wurden von den Spaniern die ersten Produkte nach Panama exportiert.
Ich sehe schon Deine Gedanken: Kaffee? Reis? Bananen? Gewürze?
Nein, sondern …. tausende Maultiere.
In der Kälte sind aber viele Reisende umgekommen − daher der Name.
Auf der damaligen Exportroute verläuft heute die Interamericana.

Nach einer Stunde ein kurzer Stopp an einem Supermarkt: Zeit, Kleinigkeiten zu kaufen und die Toilette aufzusuchen (die Mitarbeiterin schaut pikiert drein, dass fünf Frauen wagen, die Toilette zu benützen *Kopf schüttel*).

Auf dem Weg ins Hochland sehen wir die Folgen des Sturms “Nate“ − u.a. wurden Teile der Strasse weggerissen. Daher kommt es auch hier immer wieder zu Straßenarbeiten und kurzen Wartezeiten.

Halt bei der am höchsten gelegen Raststätte (3.000 Höhenmeter) auf der Interamericana (und in ganz Zentralamerika). Hier ist einiges los − viele (Fern)Fahrer und Busse oder PKWs.

Nach weiteren 20 Minuten steigen wir aus unserem Bus aus und gehen ganz gemütlich die letzten Kilometer zur Lodge zu Fuß. Das «Savegre Hotel – Natural Reserve & Spa» ist malerisch in Eichenwäldern gelegen.

Vor ein paar Tagen noch, habe ich Wörter verwendet wie „heiß“ oder „verschwitzt“. Jetzt fällt mir nur „kalt“ und „frieren“ ein. Hier im Savegre-Tal (im Hochland von Costa Rica) ist es frischer − wenn ich es mal so ausdrücke.
D. h. zum Abendessen: Lange Hose; langärmeliger Pullover; Schal und feste Schuhe *brrr*.

 

Wikinger schreibt

Wir statten dem Vulkan Irazú einen Besuch ab und wandern entlang seines Kraterrandes. Weiter geht es via Cerro de la Muerte, den höchsten befahrbaren Punkt des Landes, ins Savegre-Tal.

Der Text ist der Reisebeschreibung von Wikinger Reisen GmbH entnommen, teilweise gekürzt und daher auszugsweise wiedergegeben.

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