72 Stunden in Stockholm: Vorbereitung und Anreise sowie Besuch des Museums Fotografiska

Warum Stockholm?

Erst im Mai war fix, dass ich mir den Fenstertag zu Fronleichnam frei nehmen konnte.
Da Porto (Portugal) schon länger auf meiner „bucket list“ steht, wollte ich ursprünglich dort das verlängerte Wochenende verbringen. Aber nicht umsonst ist Porto ein Lieblingsziel vieler Menschen – Flug war so kurzfristig nur mehr mit zwei Zwischenstopps und einer Flugdauer von rund 10 Stunden zu bekommen (bei einem eigentlich rund drei Stunden dauernden Flug) *uff*.

Also auf zur nächsten City auf der „bucket list“: Stockholm. Direktflug​ mit guten Flugzeiten (Ankunft am frühen Nachmittag) bei Austrian Airlines® gefunden – da ich nur mit Handgepäck fliege, auch halbwegs günstig (natürlich kein Schnäppchen, aber dafür einfach zu kurzfristig).

Illustration der Skyline von Stockholm

Vorbereitung auf das verlängerte Wochenende

Viele Reiseführer und Reiseblogger/innen empfehlen den Kauf eines »Stockholm Pass«.
Gemäß Information von »Stockholm Pass« gibt es verschiedene Varianten:

  • 1-Tages-Pass
  • 2-Tages-Pass
  • 3-Tages-Pass
  • 5-Tages-Pass

Jeweils ohne oder mit »Travel Card«. In diesen Karten sind ~ 60 Sehenswürdigkeiten sowie Bus- und Bootstouren inkludiert.
Mit der »Travel Card«, um die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen zu können, kostet der »Stockholm Pass« für 3 Tage SEK 1.235,00 (»3-Tages-Pass für Erwachsene + Travel«).

Bei der Planung und nachdem ich die Kosten für die einzelnen Museen und Aktivitäten ausfindig gemacht habe, merkte ich, für mich kommt es günstiger, wenn ich die Eintrittskarten einzeln kaufe.

Meine Empfehlung

Plane vor der Reise, welche Sehenswürdigkeiten möchtest Du Dir ansehen? Besuchst Du in drei Tagen wirklich 12 Museen? Ich suche mir bei meinen Städtereisen immer drei bis vier Museen/Sehenswürdigkeiten/Aktivitäten aus und genieße diese…
Sicher gibt es Personen, welche durch ein Museum oder eine Galerie durchrasen, aber ich benötige eine gewisse Zeit – auch um die Bilder und Ausstellungsstücke auf mich wirken zu lassen. Und wenn nicht im Urlaub, wann dann, habe ich die Möglichkeit die Aufenthaltsdauer im Museum auszukosten?

Gegenüberstellung der Kosten

FahrkarteKostenHinweis
»Travelcard« für die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittelfür 72 Stunden
SEK 240,00
Kann gleich bei der Ankunft am Arlanda Airport gekauft werden. Die 72 Stunden beginnen mit der Entwertung (mittels card reader) bei der ersten Fahrt.
Fahrt vom Arlanda Flughafen in die StadtSEK 120,00mit der Schnellbahn

Besuchen würde ich gerne

SehenswürdigkeitKostenHinweis
»SkyView« auf dem Ericsson GlobeSEK 150,00Mit dem »Stockholm Pass« kostenlose Fahrt nur zwischen 10:00 und 12:00 Uhr möglich. Vor und nach diesem Zeitfenster sind auch mit dem »Stockholm Pass« SEK 30,00 zu zahlen.
Fotografiemuseum »Fotografiska«SEK 130,00Eintritt im »Stockholm Pass« inkludiert. Das Museum hat bis 23:00 Uhr geöffnet (und Donnerstag bis Samstag sogar bis 01:00 Uhr morgens).
Bootstour nach VaxholmSEK 280,00

Anreise nach Stockholm

Der Direktflug von Wien nach Stockholm mit einem »Embraer Jet E195« der Austrian Airline® erfolgte ohne Probleme ruckzuck (Flugdauer rund zwei Stunden). Vielleicht begeistern Dich meine Berichte so *zwinker*, dass Du Dich in den nächsten Flieger setzen möchtest – die schwedische Hauptstadt wird von der Austrian Airline® 27-mal in der Woche angeflogen.

Da ich lediglich eine kleine Tasche als Handgepäck bei mir habe, begebe ich mich ohne Umwege nach der Ankunft zum Ausgang. Nach der Gepäckausgabe und dem Zoll ist nach einigen Geschäften ein großes „I“ zu sehen.
Wie vielerorts in Stockholm, so auch hier, ist ein Ticket bei einem Automaten zu ziehen. Nach einer halben Minute werde ich aufgerufen und kann ohne Probleme die »Travelcard«, welche 72 Stunden gültig ist, um SEK 240,00 sowie für die Benützung des SL-pendeltåg ein gesondertes Ticket um SEK 120,00 kaufen. Dann noch den Zeichen »Sky City« folgen und da steht er schon, der Schnellzug Nr. 38, welcher nach »Stockholm C« fährt. Im Zug selber sind die Ansagen allerdings nur auf Schwedisch – da heißt es aufmerksam sein, dass ich die Station nicht verpasse (die U-Bahn-Station »T-Centralen« ist nicht die Endstation).

Mein Host K., bei welcher ich während meines Urlaubes in Stockholm wohne, hat mir eine genaue Wegbeschreibung zu ihrer Wohnung gemailt (das Zimmer habe ich über Airbnb gebucht).
Also auf gehts zur Suche nach der grünen U-Bahn-Linie, welche hier in Stockholm „tunnelbana“ genannt wird.

Das U-Bahn-Zeichen „T“ ist zwar klein (blaues T auf weißem Hintergrund), aber nach kurzer Zeit habe ich die richtige tunnelbana gefunden. Muss allerdings ein wenig warten, denn die U-Bahn in meine Richtung fährt nicht so oft wie die anderen.
Nach rund zwei Stunden bin ich in der Wohnung von K. angekommen und kann mein Zimmer für die nächsten 2,5 Tage beziehen – einfach, aber zweckmäßig (Doppelbett; großer Kleiderkasten; Tisch mit einem Stuhl).
Ein kleiner Plausch mit K., kurzes frisch machen und ich bin wieder auf dem Weg in die Stadt.

Essen im »Chutney«

Zuerst etwas zum Essen: Ergattere noch einen Platz im »Chutney« (in der Katarina Bangata in Södermalm). Kurz vor 19:00 Uhr ist dieses Lokal sehr gut besucht und etliche Tische sind reserviert. Es gibt zwei Räume mit je acht 4er-Tischen; im Außenbereich dieses Kellerlokals gibt es auch noch cirka 15 2er-Tische. Es ist ein Selbstbedienungslokal – d.h. Du stellst Dich an und kannst entweder aus drei Tagesgerichten wählen oder à la carte essen.
Um SEK 105,00 esse ich ein äußerst gutes und sehr würziges veganes Chutney (Bohnen, Melanzani, Karfiol, Brokkoli, Karotten,…) inkl. Reis und Salat. Kostenlos gibt es Wasser mit verschiedenen Obstschnitzen (bspw. Zitrone, Orange, Apfel).

Die Einrichtung ist für meinen Geschmack eher spartanisch: Besteht lediglich aus großformatigen (120 x 80 cm) Fotos, welche verschiedene Straßenansichten zeigen.

Das »Museum of Photography«

Nach dieser Stärkung geht es über mehrere Gassen und etliche Stufen hinauf und wieder hinunter (mir war nicht bewusst, dass es in Stockholm so viele Stufen gibt (also, auf alle Fälle bequeme Schuhe anziehen *grins**)) zum »Fotografiska«.
In diesem gibt es zur Zeit drei Ausstellungen:

  • like a horse
  • the same new pet
  • Confluence.

Die „Hauptausstellung“ »like a horse« ist ein Zusammenschluss von 30 Fotograf/inn/en. Es gibt bspw. Fotos von David LaChapelle oder Herb Ritts.

Bei Interesse Deinerseits: Bis zum​ 03. September 2017 kannst Du Dir die Beziehung zwischen Pferden und Menschen, auf verschiedene Art und Weise interpretiert, ansehen.

Vom obersten Stock hast Du einen unglaublichen Blick auf die Stadt – nicht versäumen, ganz hinauf zu gehen!

Via tunnelbana geht es danach wieder zurück zur gebuchten Unterkunft.

Weitere Empfehlungen und Erlebnisse in Stockholm folgen in den nächsten Beiträgen. Freue mich, wenn Du wieder dabei bist.


Mit diesem Code erhältst Du (und ich auch *grins*) ein Reiseguthaben von Airbnb.

Umrechnungskurs: EUR 1,00 = SEK 9,7278 (Banktag 15.06.2017)

Abbildungsnachweis: Skyline Stockholm
iStock: Illustration-ID: 635679732, Urheberrecht: Bearty

2 thoughts on “72 Stunden in Stockholm: Vorbereitung und Anreise sowie Besuch des Museums Fotografiska

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