Betriebsausflug: Schiffsfahrt von Wien in die Wachau (über Tulln nach Spitz an der Donau)

Sonntags fand unser erster Betriebsausflug statt.
Dieser führte uns mit der »MS Kaiserin Elisabeth« in die Wachau (Schiffsfahrt).

Ganz demokratisch haben sich die Mitarbeiter/innen dieses Ausflugsziel ausgesucht. Es war ein knappes Ergebnis, aber die Wahl musste nicht wiederholt werden *lach*.

Zur Auswahl standen:

  • Schiffsfahrt die Donau entlang in die Wachau
  • Schiffsfahrt die Donau entlang in die andere Richtung (sprich nach Bratislava)
  • Wanderung mit anschließender Möglichkeit in einem Hochseilgarten zu klettern
  • Ausflug zur »Zotter Schokoladen Manufaktur GmbH« in der Oststeiermark

Die letzte Alternative hat mich am meisten interessiert und für diese habe ich auch gevotet. War noch nie in der “Zotter Erlebniswelt” und die Herstellung dieser handgeschöpften Schokolade ist sicher sehr kurzweilig. Na ja, eben ein anderes Mal.

Nun aber zu unserem Ausflug:
Das Boarding war um 08:40 Uhr in Wien-Nußdorf. Von meinem Wohnort mit den Öffis an einem Sonntag eine Anreise von über einer Stunde *uff*.
Einige Mitarbeiter/innen kamen superpünktlich an. Eine Mitarbeiterin fuhr genau um 08:40 Uhr mit einem Taxi vor; ein anderer Mitarbeiter joggte dem Schiff entgegen, als wir bereits beim Einsteigen waren – das war echt äußerst knapp. Mit ein paar Kolleginnen habe ich schon überlegt, was passiert, wenn M nicht rechtzeitig eintrifft. Wir haben schon Scherze gemacht, dass er dann bis Tulln mit dem Auto fährt.

Frühstück an Bord der "MS Kaiserin Elisabeth"dav
Frühstück an Bord der „MS Kaiserin Elisabeth“

Auf den Plätzen im Schiffsinneren wartet bereits ein “kontinentales Frühstück” auf uns: Semmel oder Roggenbrot; Marmelade; Honig; Kräuter-Frischkäse-Aufstrich. Und Kaffee  – dieser war jedoch *urg*. Daher hat sich der Großteil unseres 6-er Tisches zusätzlich einen Melange bestellt. Aufgrund des Milchschaumes war dieser sogar trinkbar.

Die Fahrt geht sehr gemütlich die Donau entlang. Das Wetter ist leicht bewölkt – aber es regnet (noch) nicht und es geht auch kein Wind.
Nach knapp einer Stunde erreichen wir unsere erste Schleuse. Nachdem wir diese passierten, wird es ein wenig heller.

Trotz dieser wirklich gemütlichen Fahrt geht es einem Kollegen gar nicht gut. Er ist sehr weiß im Gesicht und zählt die Minuten bis zu unserem zweiten Halt in Tulln (kurz nach dem Ablegen hatten wir bereits einen sehr kurzen Stopp in Korneuburg). R hat beschlossen, dort auszusteigen und sich von seiner Gattin abholen zu lassen *der Arme*.

Bei unserem rund 25-minütigen Aufenthalt in Tulln erhalten wir einen Birnensekt. Gönne mir nur einen kleinen Schluck – schmeckt zwar lecker, aber “Birne” schmecke ich nicht *?*
Leider beginnt es nun zu regnen.

20 Minuten nach 12:00 Uhr erreichen wir die Schleuse »Alten Wörth«.

Mittagessen an Bord der "MS Kaiserin Elisabeth"
Mittagessen an Bord der „MS Kaiserin Elisabeth“

Danach ist Mittagessens-Zeit *freu*
Die vegetarischen »Kartoffel-Ingwernocken mit Kürbisragout« schmecken ausgezeichnet.

Kurz vor 14:00 Uhr legen wir in Krems an der Donau an. Einige Mitreisende verlassen das Schiff, um sich Krems anzusehen. Diese treffen wir auf der Rückfahrt nach Wien wieder.
Unsere Reise aber geht über Dürnstein nach Spitz an der Donau weiter.
Leider regnet es nun immer stärker…

Dieser Betriebsausflug kann als sehr meditativ angesehen werden *lach*. Leider gibt es hier an Bord keine Loungeecke; wir können nur an den Esstischen oder auf Stühlen (diese sind aber auch nicht sehr bequem) an Deck sitzen.
Als Zeitvertreib lesen manche Kolleg/inn/en; spielen Spiele (an Bord gibt es eine kleine Auswahl an Gesellschaftsspielen); pflegen ihre Social Media-Kontakte oder unterhalten sich. Dies sollte doch der Sinn eines Betriebsausfluges sein, oder? Sich mit Kolleg/inn/en zu unterhalten, mit welchen man/frau während der normalen Arbeitszeit kaum Kontakt hat.

Kurz vor 15:00 Uhr haben wir unseren letzten Halt vor Spitz an der Donau: In Weißenkirchen.

Pünktlichst um 15:25 Uhr landen wir in Spitz an der Donau. Unser 6er Tisch beschließt, nach einer kurzen Internet-Recherche nach möglichen Aktivitäten und da es momentan nicht regnet, sondern nur bewölkt ist, den »Weinwanderweg« zu machen. Super schöner Wanderweg – ich habe bei meiner Kleider- genauer gesagt bei meiner Schuhwahl in der Früh zwar nicht an eine Wanderung gedacht, aber trotz meiner Stiefeletten (mit Absatz) war die Wanderung sehr gut zu bewältigen. Nur einmal war ein kleines Stückchen mit Geröll, sonst ging der Weg durch die Weinberge.
Also, falls wer in Spitz an der Donau ist und keine Lust auf zig Weinverkostungen hat, dann ist der »Weinwanderweg« eine Alternative! Dieser ist auch exzellent ausgeschildert – mit einer (wer errät es?) Weinflasche.

Blick auf "Spitz an der Donau" vom "Weinwanderweg"
Blick auf „Spitz an der Donau“ vom „Weinwanderweg“

Um 17:25 Uhr legen wir wieder Richtung Wien ab.

In Krems steigt auf der Rückfahrt ein Keyboard-Spieler ein, welcher die restlichen drei Fahrstunden musikalisch untermalt. Hat ein beachtliches Repertoire – von Udo Jürgens über Pink Panther bis Drafi Deutscher…

*Gähn* – erst um 22:35 Uhr sind wir wieder in Wien (also mit einer guten halben Stunde Verspätung). Nun geht es auf die Suche nach einem Taxi, um nach Hause zu gelangen.

Alles in  Allem, ein schöner Betriebsausflug, obwohl die Rückfahrt etwas “zach” war. Und zum Glück mit ein wenig Bewegung in Spitz an der Donau, sonst wäre es ein reiner “Sitzausflug” geworden *grins*.

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