Alaska – Yukon Territory – Glacier Bay: Tag 14: Fahrt den Dempster Highway entlang zum Yukon’s Tombstone Territorial Park

Da Nadine heute Nacht am »Coal Mine Campground« in einer anderen Cabin übernachtete, hatte ich eine 4-Personen-Cabin für mich alleine. Konnte daher einheizen und nach zwei Wochen wieder im kurzärmeligen T-Shirt schlafen. Herrlich – nichts war klamm oder feucht *freu*.

Heute ist ein reiner Fahrtag.
Um 07:30 Uhr hat Reiseleiter U das Frühstück vorbereitet. Nach diesem und dem Verladen des Busses (E und ich packen jetzt meistens die Reisetaschen und Schlafsäcke, welche nicht mehr in die Reisetaschen passen (Ist doch komisch, oder? Noch hat niemand aus der Reisegruppe Souvenirs gekauft und trotzdem wird der Stauraum in den Reisetaschen immer kleiner *grübel*), in den Kofferraum; F und S helfen U immer, die Essens- und Kochutensilien auf den Dachgepäckträger zu packen) geht es um 09:45 Uhr Richtung »Tombstone Mountains« los.

Nach rund zwei Stunden Autofahrt machen wir Halt an der »Moose Creek Lodge«. Echt eine urige Hütte. Bspw. gibt es echte Sitze für das Lagerfeuer (verschiedene ausgemusterte Stühle oder Autositze).

bei der "Moose Creek Lodge" am Weg nach "Dawson City"
bei der „Moose Creek Lodge“ am Weg nach „Dawson City“ (Yukon Territory, Kanada)

Kurz nachdem wir unsere Fahrt wieder aufgenommen haben, schreit G (…) Bär, Bär, Bär mit Jungen (…).
Und wirklich: Vor unserer Windschutzscheibe sehen wir drei braune Punkte, welche sich beim langsamen näher fahren als Bär mit zwei Jungen herausstellt – wie auf den bekannten Fotos queren diese die Straße und verschwinden im Wald. U bleibt am Straßenrand stehen, damit wir beobachten und Fotos machen können.
Der erste Bär – und noch relativ nah. Je weiter wir in den Norden kommen, desto mehr Bären werden wir sehen. Solange sie sich von meinem Zelt fernhalten *grins*.

Kurz nach 14:30 Uhr kommen wir in Dawson City an. Genau die (!) Goldgräberstadt – in Zeiten des Goldrausches lebten hier 30.000 Personen, nun hat Dawson City nur mehr rund 2.000 Einwohner/innen.

Mein erster Weg führte mich zur »St. Mary’s Roman Catholic Church«. Ich versuche auf meinen Reisen immer, wenigstens einmal in einer Kirche ein Licht in Gedenken an die Verstorbenen anzuzünden.
Eine reizende kleine Kirche – im ersten Stock eines Privathauses; unten ist ein Museum.

Nachher bummelte ich noch durch die Stadt, stolperte über meine eigenen Füße und legte fast eine Bauchlandung hin. Verletzte mich nur an der linken Hand und am linken Knie – Schwellung und ein mittelgroßes Hämatom *aua*.

"Alchemy Cafe" in "Dawson City" (Yukon Territory, Kanada)
„Alchemy Cafe“ in „Dawson City“ (Yukon Territory, Kanada)

Anschließend schaute ich in einigen Souvenirläden vorbei (habe aber nichts passendes gefunden) und dann genehmigte ich mir – falls Du den Blog schon länger liest, weißt Du was folgt – einen Kaffee im »Alchemy Café«. Endlich mal wieder ein echter Cappuccino. Wird von einem Ehepaar geführt; total reizendes Café.

Um 16:45 Uhr geht die Fahrt zu unserem Zeltplatz in den Tombstone Mountains weiter.
Cirka um 18:30 Uhr Ankunft am Campground – dort gibt es zwei „Commercial Group Camping Sites“ mit überdachten Tischen. Einer ist bereits von einem Einzelreisenden (!) besetzt; auch der andere Platz scheint besetzt zu sein. U fragt nach und es stellt sich heraus, dass das Paar hier lediglich Rast machen wollte. Das Areal hat allerdings nur für sieben Zelte Platz – da Nadine aber kein Einzelzelt mehr benötigt, kann auch der Reiseleiter hier übernachten; sonst hätte er sich auf einem anderen Areal Platz für sein Zelt suchen müssen.

Heute kocht G: Es gibt Salat und Pellkartoffeln mit diversen Dips. Rein vegetarisch *yeah*.

Was denkst Du?