Alaska – Yukon Territory – Glacier Bay: Tag 02: Eisenbahnfahrt mit der White Pass & Yukon Railroad nach Skagway

Aufenthalt im Hotel »Yukon Inn«

Die Nacht war geprägt von wiederholtem Aufwachen, aufgrund der Diskrepanz zwischen der Lokalzeit und der gefühlten Zeit.
Um 05:30 Uhr Lokalzeit bin ich aufgestanden, um mir eine heiße Dusche zu gönnen – die letzte heiße Dusche für wie lange? Ich teile mir das Zimmer mit der Reiseteilnehmerin Nadine (mir wurde erlaubt, den Klarnamen zu verwenden *grins*).
Zum Hotel selber: Vor der Abreise habe ich ein wenig im Internet recherchiert. Dort waren die Meinungen äußerst zweigeteilt. Ich persönlich finde, das Hotel ist guter Durchschnitt. Das Zimmer, welches wir uns zu zweit teilen, ist riesig: Zwei King Size-Betten; ein Schreibtisch inkl. Stuhl; weiters ein bequemer Sessel; auch sind ein Kühlschrank und eine Mikrowelle sowie ein Minikaffeekocher vorhanden. Außerdem ein Fernseher in einem Hochschrank sowie im Vorraum ein Kasten.
Das Zimmer ist sauber; die Betten bequem und der Duschstrahl der Dusche sehr stark *grins* – werde ich wahrscheinlich eher nach der Kanutour gut gebrauchen können. Im Badezimmer gibt es neben der üblichen Seife; Haarshampoo und Body Lotion sogar Badesalz für die vorhandene Badewanne. Und noch einen Waschtischunterschrank.
Da wir nur eine Nacht hier verbrachten, haben wir nicht großartig ausgepackt.

Einmaleins der Bärenbegegnungen

Unser Tag 02 startet bereits um 06:30 Uhr mit einem Videovortrag zum Thema „Bärenbegegnung“. Wie verhalten wir uns bei

  • Wanderungen und Kanufahrten
  • Campinglager und Küche
  • im Zelt
  • bei Fotostopps?

Auch wurde uns eine Broschüre zu diesem Thema, welche die »Environment Yukon« herausgibt, ausgehändigt.
Also, im Zelt dürfen sich keine Nahrungsmittel (ist auch bei vielen Reisen in Afrika so) befinden. Auch keine Toilettenartikel (bspw. Shampoo oder Seife, aber auch keine parfümierte Taschentücher) oder frisch gewaschene Wäsche. Duschen/Waschen am Abend ist nur mit klarem Wasser erlaubt (noch nicht einmal mit Seife).

Auch lernten wir in dem Video sehr viel allgemein Wissenswertes über Bären. Bspw. können Bären sehr gut schwimmen und sich viel schneller bewegen als Menschen (bergauf und bergab). Dass sie gute Kletterer sind, dürfte bekannt sein *grins*.

Ob ich, wenn ich einem Bären begegne, wirklich bestimmen kann, welcher Bär das ist, bezweifle ich (Schwarzbären können Farbvarianten von blond bis zu schwarz oder sogar grau-blau aufweisen und das Fell von Grizzlybären kann auch von blond über rot bis dunkelbraun oder sogar schwarz variieren. D.h. nur nach der Farbe kann der Bär nicht bestimmt werden.

Im Yukon gibt es drei Bärenarten: Schwarz-, Grizzly- und Eisbär – wirklich.

Whitehorse

ist die Hauptstadt des Yukon Territory mit einer Einwohnerzahl von ~ 22.000.
Da unser Reiseleiter U noch einkaufen gehen musste, konnten wir den Ort erkunden.

Auf dem Weg nach Fraser, wo unsere Eisenbahnfahrt nach Skagway startet, sind wir am Miles Canyon vorbeigekommen. Dieser entstand vor rund 8,5 Mio Jahren durch Lavaströme und ist nach General Nelson Miles (Offizier und Kommandeur der US Army) benannt.

Nächster Stopp: Emerald Lake. Hat der nicht eine tolle türkise Farbe? Wenn im Hintergrund nicht die Bäume wären, könnte man/frau sich in der Karibik wähnen. Die blau-grüne Farbe entsteht durch die Sonnenreflektion mit der Schicht „Marl“ am Seegrund (Marl ist weißes calcium carbonate).

Emerald Lake im Yukon Territory (Kanada)
Emerald Lake im Yukon Territory (Kanada)

Eisenbahnfahrt mit der White Pass & Yukon Railroad

Aufgrund einer Fahrplanänderung der Fährgesellschaft (morgiger Tag) musste der Reiseablauf ein wenig geändert werden. Daher fahren wir bereits heute nach Skagway.
Ich habe schon bei der Reisebuchung diesen fakulativen Ausflug mit der White Pass & Yukon Railroad reserviert. In Whitehorse kauften wir die Tickets ($ 150,00).

Nun ist es kurz vor der Abfahrt um 15:45 Uhr. 5 Teilnehmer/innen unserer Gruppe machen die Bahnfahrt mit; im Abteil 308 sind Plätze für uns reserviert (allerdings keine personalisierten Plätze und prompt kommt es mit einem Mitglied einer anderen Reisegruppe zu Diskussionen *omg*).

Impressionen von der Eisenbahnfahrt mit der White Pass & Yukon Railroad nach Skagway
Impressionen von der Eisenbahnfahrt mit der White Pass & Yukon Railroad nach Skagway (Alaska)

Wir kommen in Skagway an und müssen zuerst zur Immigration (Skagway liegt ja in Alaska). Erneut ein Einreiseformular ausfüllen und biometrische Daten (Fingerabdrücke und Foto) abgeben; obwohl der Behörde doch eigentlich alle Daten aufgrund der ausgefüllten elektronischen Einreisegenehmigung vorliegen müssten. Dauert ein wenig, da nur ein Beamte vor Ort ist und einige Zugpassagiere zur Immigration müssen.

19:50 Uhr: Erster Campingplatz wurde von uns nun besiedelt. Der Zeltplatz liegt zwar am Fluss Taya, zu diesem sind allerdings rund 5 Minuten zu laufen. Auch der Campground selber ist nicht so idyllisch gelegen – der Boden ist super steinig; die Heringe für das Zelt konnte ich nicht komplett in den Boden schlagen.
Dafür gibt es ein Plumpsklo in einem niedlichen kleinen Häuschen *grins*.

Ich bin schon sehr gespannt, welche Speisen unser Guide als erstes Essen zaubert.
So, nach dem ersten Camping-Abendessen kann ich berichten, es gab Pasta Alascana (Sauce aus Tomaten mit Cornbeef und angebratener geräuchter Wurst). Für mich (der Guide hat sogar an mich gedacht *freu*) gab es Pasta mit Tomatensauce. Diese war wesentlich besser als die Pasta im Flugzeug.

Nadine und ich meldeten uns als erstes „Abtrockenteam“.

Danach geht’s ab ins Zelt.

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